Stand: 18.08.2018 10:36 Uhr

Mehr Drohnen am Hamburger Airport gesichtet

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Drohnen können eine Gefahr für den Flugverkehr sein. (Archivfoto)

Bei An- und Abflug des Hamburger Flughafens haben Piloten in diesem Jahr schon mehr Drohnen gesichtet als im gesamten Vorjahr. Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) mitteilte, hat sich am Airport Helmut Schmidt die Zahl der beobachteten Drohnen bis einschließlich 12. August auf acht verdoppelt. 2017 waren es vier gewesen. Bundesweit sind 2018 bislang 100 dieser Flugobjekte entdeckt worden, im gesamten Vorjahr waren es 88. "Die steigende Anzahl von Drohnensichtungen beobachten wir daher sehr aufmerksam und mit Sorge", sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle.

Gefahr für den Flugverkehr

Drohnen-Piloten müssen an Flughäfen einen Abstand von 1,5 Kilometern zum Zaun einhalten, denn die unbemannten Flugobjekte mit Rotoren und Kamera sind eine Gefahr für den Flugverkehr. Direkt über "sensiblen Zonen" wie zum Beispiel Flughäfen sind Drohnenflüge laut Verordnung strikt verboten. Drohnen seien nicht auf dem Radar zu sehen, betonte die Flugsicherung.

Wer gegen die Drohenverordnung verstößt, kann mit Bußgeldern geahndet oder strafrechtlich verfolgt werden. So brachte eine auf dem Hamburger Messeturm gelandete Drohne ihrem Führer eine Geldbuße von 400 Euro ein, hinzu kamen die Bergungskosten. 2017 wurden bei der Hamburger Polizei 43 Verstöße gegen die Drohnen-Verordnung registriert, wie die Beamten mitteilten. Für das erste Halbjahr 2018 wurden 13 Verstöße erfasst. Zu gravierenden Verstößen sei es nicht gekommen, hieß es.

Verschärfte Regeln seit Oktober 2017

Seit Oktober 2017 gelten verschärfte Regeln für den Drohnenflug, über Flughäfen sowie im An- und Abflug-Bereich ist er laut Verordnung verboten. Ist eine Drohne schwerer als zwei Kilogramm, braucht der Pilot seit 1. Oktober 2017 einen Kenntnisnachweis, einen sogenannten Drohnen-Führerschein. Für den Privatgebrauch ausgelegte Drohnen sind in der Regel leichter, deren Hobby-Piloten brauchen keinen Führerschein. Jedoch muss jede Drohne, die mehr als 250 Gramm wiegt, mit dem Namensschild des Besitzers versehen sein.

Die bislang einzige in Hamburg lizenzierte Ausbildungsstätte habe bis Ende Juni 150 "Drohnen-Führerscheine" ausgestellt, berichtete Ausbilder Christoph Pfaff von der Luftprofile GmbH. Bundesweit gibt es mittlerweile mehr als 60 prüfungsberechtigte Firmen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.08.2018 | 11:00 Uhr

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