Eine U-Bahn fährt aus dem Bahnhof. © imago images / Hoch Zwei Stock/Angerer Foto: Angerer

Mehr Busse und Bahnen bei hartem Lockdown

Stand: 13.12.2020 06:48 Uhr

Die Hochbahn will bei einem harten Lockdown mit mehr Bussen und Bahnen unterwegs sein, damit die Menschen den ÖPNV sicher nutzen können.

Wenn der harte Lockdown kommt, dann wird in den nächsten Tagen das öffentliche Leben weiter heruntergefahren. Der öffentliche Nahverkehr soll dann aber aufrecht erhalten werden. Die Hochbahn müsse dann die Hamburgerinnen und Hamburger sicher transportieren und gleichzeitig ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen, betonte Henrik Falk, der Vorstandsvorsitzende der Hochbahn, im Interview mit dem NDR Hamburg Journal.

"Mehr Platz als sonst"

Die Gefahr, sich in Bussen oder Bahnen anzustecken, sei überschaubar, betonte er. "Wir wissen aus Studien weltweit, auch in Deutschland, dass die Ansteckungsgefahr im ÖPNV eher geringer ist als größer", sagte Falk. Das habe unter anderem mit der ständigen Durchlüftung und mit der Maskentragepflicht zu tun, die auch von vielen Mitarbeitenden kontrolliert werde. Außerdem seien weit mehr Busse und Bahnen in dichteren Takten unterwegs als zu Normalzeiten. "Das heißt, wir bieten mehr Platz als sonst", betonte er. Er verstehe es, wenn Menschen subjektiv Furcht hätten, sich im ÖPNV zu infizieren. "Objektiv gibt es keinen Grund für Ängste", so Falk. Er gehe aber davon aus, dass bei einem harten Lockdown die Fahrgastzahlen weiter sinken werden - "und nur die mit uns fahren, die wirklich müssen."

100 Millionen Euro Verluste

Das macht sich bei der Hochbahn natürlich finanziell bemerkbar. 100 Millionen Euro hat das Unternehmen in diesem Jahr schon an Verlusten eingefahren, wohl vor allem wegen der Corona-Krise. Die Fahrpreisanhebung im kommenden Jahr um 1,4 Prozent habe damit nichts zu tun, sie sei gerade auf der Höhe der Inflationsrate, so Falk. Er unterstrich: "Die Herausforderung, wenn die Corona-Pandemie vorbei ist, wird für uns darin bestehen, so schnell wie möglich wieder alle Fahrgäste zu uns zu holen. Und dann wird es auch hoffentlich schnell wieder gelingen, die wirtschaftlichen Verluste wieder auszugleichen."

 

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 12.12.2020 | 19:30 Uhr

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