Stand: 05.03.2020 12:55 Uhr

Magdeburg: Jugendstrafe nach Angriff auf Hamburger

Das Landgericht Magdeburg hat am Donnerstag zwei junge Männer verurteilt, die im August vergangenen Jahres einen 22-jährigen Hamburger zusammengeschlagen hatten. Der Hamburger hatte in einer Straßenbahn eine Gruppe randalierender Jugendlicher beobachtet. Unter anderem hatten die Beteiligten Sitze aus der Verankerung gerissen. Als er sie aufforderte, aufzuhören, schlugen die beiden 17- und 18-Jahre alten Angeklagten auf ihn ein. Der Hamburger erlitt Knochenbrüche am Kopf und schwebte nach der Tat laut Polizei in Lebensgefahr.

Angeklagt waren die beiden Täter wegen versuchtem Totschlags, das Gericht hatte anhand der Beweise Urteile wegen gefährlicher Körperverletzung verhängt. Für den 18-Jährigen verhängte das Gericht eine Jugendstrafe von vier Jahren. Der 17-Jährige soll wegen Drogen- und Alkoholkonsums in eine Entziehungsanstalt. Beide Jugendliche standen zur Tatzeit wegen vorheriger Gewaltdelikte unter Bewährung. "Die Tat war brutal und sinnlos und durch nichts zu rechtfertigen", fasste die Vorsitzende Richterin zu Beginn der Urteilsbegründung zusammen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.03.2020 | 13:00 Uhr

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