Ein Smartphone auf dem die Luca-App geöffnet ist liegt zusammen mit einer FFP2-Maske auf einem Tisch. © picture alliance/Geisler-Fotopress/Christoph Hard Foto: Christoph Hard

Luca-App: Entwickler wehren sich gegen Vorwürfe

Stand: 16.04.2021 10:25 Uhr

Die Entwickler und Entwicklerinnen der Luca-App wehren sich gegen Vorwürfe von Datenschützern. Ihre App zur Corona-Kontaktverfolgung soll bald auch in Hamburg von den Gesundheitsämtern benutzt werden.

Unsichere Datenspeicherung, unseriöses Geschäftsmodell, intransparente Software: Das ist nur ein Teil der Generalkritik, die zuletzt der Chaos Computer Club an der Luca-App geäußert hatte. Die Entwickler und Entwicklerinnen aus Berlin weisen die Diskussion in Teilen als unsachlich zurück. Eine Lücke, durch die hinterlegte Nutzerdaten gefährdet seien, sei nicht bekannt. Andere Punkte räumen sie ein und sprechen von einem Lernprozess, der die Umsetzung in 13 Bundesländern begleitet.

Quellcode veröffentlicht

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hatte kritisiert, dass der Programmcode der App nicht vollständig einsehbar sei. Das hat die Firma hinter Luca inzwischen geändert und den Quellcode veröffentlicht.

Hamburg und Nachbarländer wollen App nutzen

Zur Sicherheit der Daten erklärt Hamburgs Senat: Alle Übertragungen seien verschlüsselt und könnten ausschließlich im Infektionsfall von einem Gesundheitsamt eingesehen werden. Die betroffenen Nutzer und Nutzerinnen würden außerdem über jeden Zugriff informiert. Neben Hamburg wird die Luca-App unter anderem auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt.

 

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.04.2021 | 12:00 Uhr

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