Stand: 07.04.2019 06:32 Uhr

"No. 5 Elbe": Neues Leben für ein segelndes Denkmal

von Dietrich Lehmann

Mehr als 130 Jahre lang ist er in der Elbmündung, in der Nordsee und auf dem Atlantik gesegelt, jetzt bekommt er seine erste richtige Generalüberholung: Der Lotsenschoner "No. 5 Elbe" wird in einer Werft im dänischen Hvide Sande aufwendig saniert.

"No. 5 Elbe": Harte Arbeit für ein neues Leben

Seit 2002 zurück in Deutschland

Das Schiff hat eine äußerst bewegte und bewegende Geschichte. Gebaut 1883 bei der Stülcken-Werft in Hamburg, diente der Lotsenschoner mehrere Jahrzehnte dazu, Lotsen in der Nordsee an Bord der einlaufenden Schiffe zu bringen - und wieder zurück. Nach der Außerdienststellung wurde die "No. 5 Elbe" in den 1920er-Jahren in die USA verkauft, diente dem Autor und Abenteurer Warwick Tompkins und seiner Familie als schwimmendes Zuhause. Tompkins segelte mehrmals über den Atlantik und setzte dem Schiff, das damals "Wander Bird" hieß, mit Büchern und Filmen ein Denkmal. Seit 2002 ist der Lotsenschoner wieder in Deutschland, nimmt bei Tagestörns auch Gäste mit an Bord.

Der Lotsenschoner Nummer 5 Elbe wird im dänischen Hvide Sande grundüberholt  Foto: Dietrich Lehmann

Lotsenschoner "No. 5 Elbe" wird flottgemacht

NDR 90,3 - Hamburger Hafenkonzert -

Der Lotsenschoner "No. 5 Elbe" wird in einer dänischen Werft aufwendig saniert. Das Hamburger Hafenkonzert berichtet von der Generalüberholung und der Geschichte des Schiffes.

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Ehrenamtliche unterstützen Restaurierung

Seit Jahren war klar, dass das Schiff eine Grundüberholung braucht. Die Spanten, quasi die Rippen des Lotsenschoners, sind nach mehr als 130 Jahren nicht mehr fest genug. Rund zwei Drittel von ihnen mussten erneuert werden, dazu der komplette Kiel und alle Planken. "Wir bekommen ein neues Schiff", freut sich Karl Horstmann vom Verein "Freunde des Lotsenschoners No. 5 Elbe".

Die Ehrenamtlichen sind seit Beginn der Restaurierung im September 2018 auf der Werft und unterstützen die Arbeiten. Zum Endspurt muss jetzt wieder die gesamte Technik an Bord gebracht werden - sieben Seecontainer voll mit Maschinen, Elektronik und Ausrüstung. Im Mai - so der Plan - soll der Lotsenschoner nach seinem zweiten Stapellauf wieder in Hamburg einlaufen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Hamburger Hafenkonzert | 07.04.2019 | 06:00 Uhr

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