Stand: 02.06.2020 16:28 Uhr

Lotsenschoner "No.5 Elbe": Das kostet die Reparatur

Das geborgene Schiff "No. 5 Elbe" wird mit Hilfe von Kränen angehoben. © NDR Foto: Screenshot
Die Sanierung des Lotsenschoners "No. 5 Elbe" soll nun 2,6 Millionen Euro kosten. (Archivbild)

Die Instandsetzung des havarierten historischen Lotsenschoners "No. 5 Elbe" kostet voraussichtlich rund 2,6 Millionen Euro. Das Segelschiff war im vergangenen Juni auf der Elbe mit einem Frachter zusammengestoßen und gesunken.

Teurer als angenommen

Erst kurz vor dem spektakulären Untergang an Pfingsten im vergangenen Jahr war der Lotsenschoner aufwendig saniert worden. Die Kosten damals: rund 1,7 Millionen Euro. Dann der Zusammenstoß mit einem Containerschiff auf der Elbe. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Für die zweite Sanierung innerhalb kurzer Zeit schätzt die Stiftung Hamburg Maritim die Kosten nun auf rund 2,6 Millionen Euro - rund eine Million mehr als beim ersten Mal. Das schreibt Kultursenator Carsten Brosda (SPD) in einem Brief an die Bürgerschaft.

Arbeiten sollen in diesem Jahr fertig werden

Neben Teilen des Rumpfes muss diesmal auch viel von der technischen Ausrüstung erneuert werden, die beim Untergang des Schiffs beschädigt wurde. Außer der Stiftung Hamburg Maritim beteiligen sich auch die Stadt und der Bund an der Sanierung des Lotsenschoners. Voraussichtlich in diesem Jahr sollen die Arbeiten am Rumpf in Dänemark fertig sein - dann beginnt der Innenausbau.

Bewegte Geschichte

Der Lotsenschoner hat eine bewegte Geschichte. Gebaut 1883 bei der Stülcken-Werft in Hamburg, diente das Schiff mehrere Jahrzehnte lang dazu, Lotsen in der Nordsee an Bord der einlaufenden Schiffe zu bringen - und wieder zurück. Nach der Außerdienststellung wurde die "No. 5 Elbe" in den 1920er-Jahren in die USA verkauft, diente dem Autor und Abenteurer Warwick Tompkins und seiner Familie als schwimmendes Zuhause. Seit 2002 ist der Lotsenschoner wieder in Deutschland. Bei Tagestörns durften regelmäßig auch Gäste mit an Bord.

Weitere Informationen
An der Backbordseite klafft ein Loch im Lotsenschoner. © NDR Foto: Dietrich Lehmann

"No. 5 Elbe" wird in Dänemark repariert

Der Lotsenschoner "No. 5 Elbe", der auf der Elbe mit einem Frachter kollidiert war, liegt noch in der Peters Werft. Bald soll er zur Reparatur nach Dänemark geschleppt werden. (19.08.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.06.2020 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Container Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Reinhardt

Hamburger Hafen: Ein Minus, das Hoffnung macht

Verluste verringert: Im Hamburger Hafen geht es nach dem Corona-bedingten Einbruch langsam wieder aufwärts. mehr

Eine Mund-Nasen-Bedeckung hängt über einer Christbaumkugel am Weihnachtsbaum. © picture alliance/Richard Brocken/ANP/dpa Foto: Richard Brocken

Corona-Ticker: Länder einigen sich auf Regeln zum Jahreswechsel

Weihnachten und Silvester sollen sich maximal zehn Menschen treffen dürfen. Ein Verzicht auf Feuerwerk wird empfohlen. Mehr News im Ticker. mehr

Das Gesundheitsamt in Wandsbek. © NDR Foto: Screenshot

Corona: Viel Arbeit für Hamburger Gesundheitsämter

Laut Lagebrichten der Bezirke gibt es Corona-Fälle in Schulen, Pflegeheimen und anderen sozialen Einrichtungen. mehr

Luftbild mit Blick auf den Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Rechts im Bild eine Visualisierung, wie die alte Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße bebaut werden könnte. © IBA Hamburg / Falcon Crest Air / Ulli Müller

Wilhelmsburg: Pläne für neue Quartiere kommen voran

Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg gibt es im kommenden Jahr Baurecht für 5.000 neue Wohnungen. mehr