Eine Person unterstützt einen Jungen bei der Bearbeitung einer Schulaufgabe. © picture alliance / ROBIN UTRECHT

Lockdown: Hamburg geht mit strengeren Corona-Regeln voran

Stand: 08.01.2021 06:13 Uhr

Die Hamburgerinnen und Hamburger müssen schon seit Freitag ihre Kontakte weiter einschränken - deutlich vor ihren Nachbarn in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die neue Corona-Verordnung der Stadt gilt seit Mitternacht - das hatte der Senat zuvor angekündigt. Wichtigste Neuerung: Angehörige eines Haushalts dürfen mindestens bis Ende des Monats nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr.

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Da die schärfere Regelung in Niedersachsen erst ab Sonntag und in Schleswig-Holstein erst ab Montag gilt, ergibt sich für Hamburg erstmal eine Insellage: So müssten sich strenggenommen beispielsweise die Wege zweier Frauen aus Wedel in Schleswig-Holstein, die jeweils mit Kind im Kinderwagen gemeinsam im Klövensteen spazierengehen, an der Hamburger Landesgrenze trennen. Zumindest am Freitag und am Wochenende.

Polizei: "Gehen nicht von Fenster zu Fenster"

Die Hamburger Polizei hat angekündigt, die neuen Kontaktbeschränkungen wie gewohnt zu überwachen. "Wir werden jetzt nicht von Fenster zu Fenster gehen und gucken, wie viele Menschen in einer Wohnung sind", sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth NDR 90,3. Die meisten Hamburgerinnen und Hamburger würden sich auch an die Regeln halten.

Grote: Hinweisen wird nachgegangen

Viele seien aber genervt, wenn dann in der Nachbarwohnung mit mehreren Gästen gefeiert würde. Deshalb würden Hinweise aus der Bevölkerung auch überprüft, sagte Innensenator Andy Grote (SPD). Man werde die Verstöße konsequent verfolgen. "Und das hat auch dann, wenn man die Polizei ruft, nichts mit Denunziation zu tun." Es habe zuletzt eine gewisse Lockdown-Müdigkeit bei vielen Menschen gegeben. Das sei auch über die Weihnachtsferien deutlich geworden, so Grote. Die Polizei stellte in 280 Fällen fest, dass sich zu viele Menschen in Privatwohnungen trafen - eine relativ hohe Zahl, meinte der Innensenator.

Mit den schärferen Lockdown-Regeln setzt der Senat Vereinbarungen um, auf die sich die Ministerpräsidenten am Dienstag mit der Bundeskanzlerin verständigt hatten. Eine von Bund und Ländern vereinbarte Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um den Wohnort in Corona-Hotspots mit 200er-Inzidenz wird zunächst nicht in der Hamburger Verordnung enthalten sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2021 | 08:00 Uhr

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