Stand: 03.04.2019 16:54 Uhr

Lkw-Großkontrolle: Polizei zieht Bilanz

Bei einer Großkontrolle von Lkw, Transportern und Sattelschleppern hat die Polizei 24 Fahrzeugen aus dem Verkehr gezogen. 131 Fahrzeuge und 135 Personen seien am Dienstag kontrolliert worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sie stellte zahlreiche Verstöße fest, darunter Urkundenfälschung, mangelnde Ladungssicherung, Manipulationen an Fahrtenschreibern sowie nicht eingehaltene Sozialvorschriften. Es war den Angaben zufolge die bundesweit größte Aktion dieser Art.

Einhaltung der Ruhezeiten im Fokus

Dicht an dicht standen die Laster an der Kontrollstelle unterhalb der Köhlbrandbrücke, zahlreiche Polizisten in gelben Warnwesten inspizierten die Ladung, schauten in die Papiere und überprüften die Fahrzeuge auf technische Mängel. Dabei wurden mehr als 50 Bußgelder verhängt - vor allem, weil die Ruhezeit nicht eingehalten wurde.

In Hamburg nehme der Lkw-Verkehr seit Jahren zu, sagte der Leiter der Verkehrsdirektion der Hamburger Polizei, Ulf Schröder. "Es geht in erster Linie um Manipulationen am Fahrtenschreiber." Im Speditionsgewerbe sei der Konkurrenzdruck immens groß, deshalb seien Fahrer zum Teil tagelang ohne echte Ruhezeit unterwegs, um Waren rechtzeitig anzuliefern. "Einige halten sich mit Aufputschmitteln wach, das wird dann extrem gefährlich."

Unterstützung aus anderen Bundesländern und Dänemark

Die Verkehrsdirektion der Polizei Hamburg wurde bei der Großkontrolle von spezialisierten Beamten aus 13 Bundesländern, Polizisten aus Dänemark, Mitarbeitern des Bundesamts für Güterverkehr aus Köln, der Verkehrsbehörde, dem Amt für Arbeitsschutz sowie Sachverständigen unterstützt. Insgesamt wurden 114 Polizisten eingesetzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.04.2019 | 13:00 Uhr

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