Stand: 08.07.2018 18:17 Uhr

Linke kritisiert hohe Fahrpreise für Rentner

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) erhöht regelmäßig seine Fahrpreise, auch für das kommende Jahr ist das wieder geplant. Hamburgs Linksfraktion hat nun gefordert, bei HVV-Senioren-Tickets auf Preiserhöhungen zu verzichten. "Ausgerechnet bei Rentnerinnen und Rentnern kassiert der Senat über den HVV ab", kritisiert Heike Sudmann (Linke) und beruft sich auf die Antwort des Senats auf eine Große Anfrage. Demnach kletterten die Preise für HVV-Senioren-Karten von 2008 bis 2017 um 31 Prozent. Gleichzeitig ist die Hamburger Durchschnittsrente aber nur um 15 Prozent gestiegen. "Das belegt, was viele Menschen seit langem fühlen: Die HVV-Preise steigen schneller als die Einkommen", sagt Sudmann.

Linke will stabile Preise für Rentner

Die linke Bürgerschaftsabgeordnete wurmt besonders, dass der Senat immer weniger Geld zuzahlt. Im Jahr 2017 fiel der jährliche Verlust der Hochbahn, der von der Stadt ausgeglichen wird, erstmals unter die Marke von 50 Millionen Euro. So stieg der Kostendeckungsgrad bei der Hochbahn auf 93 Prozent. Deswegen fordert Sudamann, mehrere Jahre auf Tariferhöhungen bei Senioren-Tickets zu verzichten.

Der HVV rechtfertigt sich so: Es gebe ja günstige Sozialkarten - und bei Umfragen hielten die meisten Kunden die Fahrpreise für angemessen.

Weitere Informationen

Hochbahn vermeldet wieder Fahrgast-Rekord

Die Hamburger Hochbahn hat im vergangenen Jahr 459 Millionen Fahrgäste befördert. Das ist ein Zuwachs von 3,3 Prozent im vergleich zum Vorjahr. ( 25.06.2018) mehr

Hamburg will längere Züge und kürzere Takte

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher hat ein Maßnahmenpaket für einen besseren öffentlichen Nahverkehr vorgestellt. Kurzzüge fallen weg, Bahnen und Busse fahren demnächst häufiger. (03.07.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.07.2018 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:05
Hamburg Journal
03:25
Hamburg Journal
02:11
Hamburg Journal