Stand: 11.11.2019 14:02 Uhr

Lindner spricht vor Uni Hamburg zu Studierenden

Bild vergrößern
FDP-Chef Lindner wollte eigentlich in der Hamburger Uni auftreten, nun tat er es davor.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat am Montag bei einer Kundgebung vor dem Campus der Universität Hamburg im Grindelviertel gesprochen. Vor rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörern hielt er eine etwa 15-minütige Rede, die ohne Störungen verlief. Ursprünglich wollte er in der Universität auf Einladung der Liberalen Hochschulgruppe sprechen. Das hatte die Uni-Leitung jedoch untersagt, weil die Überlassung von Räumen für Veranstaltungen mit parteipolitischer Ausrichtung explizit ausgeschlossen sei.

Christina Lindner spricht an der Hamburger Uni.

Lindner-Auftritt vor der Hamburger Uni

Hamburg Journal 18.00 -

FDP-Chef Christian Lindner hat vor der Hamburger Uni für politische Auseinandersetzungen in Hochschulen geworben. Eine Veranstaltung auf dem Campus war ihm untersagt worden.

4 bei 8 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Wissenschaftssenatorin Fegebank dabei

Bild vergrößern
Auch Hamburgs Wissenschaftssenatorin Fegebank kam zu Lindners kurzer Rede vor den Studierenden.

Überraschend erschien auch Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) zum Auftritt Lindners. Der FDP-Chef hatte sich bei ihr beschwert, dass die Universität seinen Auftritt in der Hochschule untersagt hatte. Fegebank sagte: "Es ist wichtig, dass es Regeln gibt, klare Regeln - und ich erwarte, dass die Regeln so angewandt werden, dass nicht der Eindruck entsteht, dass mit zweierlei Maß gemessen wird."

"Demokratischer Austausch gehört in die Universitäten"

Erst im Mai hatte die Universität die Regeln verändert, demnach sind Veranstaltungen mit parteipolitischen Ausrichtungen untersagt. Weil vor ihm andere Politiker wie Kevin Kühnert (SPD) und Sahra Wagenknecht (Die Linke) aufgetreten waren, fühlte sich Lindner unfair behandelt. "Kühnert da vorne, Wagenknecht da vorne. Da ist es komisch, wenn man der erste Fall ist, der von den neuen Regeln betroffen ist." Lindner sagte, er akzeptiere die Regeln der Hochschule, aber er finde sie nicht gut. Er sei der Meinung, "demokratischer Austausch gehört in die Universitäten und nicht vor die Universitäten."

Kritik an Störungen von Lucke-Vorlesungen

Er kritisierte auch, dass die Vorlesungen des AfD-Mitbegründers Bernd Lucke gestört wurden. Zwei Vorlesungen des Wirtschaftswissenschaftlers waren in den vergangenen Wochen in der Hamburger Universität gestürmt worden. Die Demokratie lebe von Meinungsfreiheit, sagte Lindner.

Weitere Informationen

Polizei bewacht Lucke-Vorlesung

Polizeischutz am Eingang: Unter großen Sicherheitsvorkehrungen hat eine weitere Vorlesung von AfD-Begründer Lucke an der Hamburger Uni stattgefunden. Diesmal gab es nur wenig Protest. (30.10.2019) mehr

ZAPP

Störaktion an der Uni: Meinungsfreiheit in Gefahr?

ZAPP

Die Tumulte bei den ersten Vorlesungen von AfD-Gründer Bernd Lucke haben eine Diskussion um den Stand der Meinungsfreiheit in Deutschland entfacht. Denn sein Fall ist nicht der einzige. (30.10.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2019 | 15:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

04:28
Hamburg Journal
02:39
Hamburg Journal
02:32
Hamburg Journal