Die "AIDAsol" wird in Hamburg-Altona mit einer Landstromanlage versorgt. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Landstromanlage in Altona: Probleme mit Ebbe und Flut

Stand: 11.11.2020 18:23 Uhr

Die Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal in Hamburg-Altona muss nachgerüstet werden. Nach Angaben der Hafenverwaltung HPA gibt es Probleme mit Ebbe und Flut.

Mehr als dreieinhalb Meter beträgt der Tidenhub am Kreuzfahrtterminal in Altona. Schiffe werden während der Liegezeit dort wie bei einem Fahrstuhl angehoben und wieder heruntergefahren. Das beindicke Kabel für den Landstromanschluss soll entsprechend nachgeführt werden - aber genau dabei hapert es, gesteht der Senat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Linken-Politikers Norbert Hackbusch ein. Auch an Bord der Kreuzfahrtschiffe, die Strom von Land beziehen, müsse nachgebessert werden.

Tests mit Bravour bestanden?

Hackbusch nennt die Angaben des Senats besorgniserregend. Denn erst im Sommer hatte die Hafenverwaltung HPA erklärt, die Landstromanlage habe Tests mit Bravour bestanden.

Das Kreuzfahrtschiff "Europa 2" von Hapag-Lloyd Cruises jedenfalls hat bei seinen letzten beiden Anläufen seine Dieselgeneratoren weiterlaufen lassen. An Bord habe man am Stromnetz arbeiten müssen, so die Begründung der Reederei. Die "Europa 2" ist erst das zweite Kreuzfahrtschiff, das regelmäßig in Altona Landstrom bezieht. Hackbusch fordert - wie auch Umweltverbände - eine Landstrompflicht.

Anlage hatte zehn Millionen Euro gekostet

Rund zehn Millionen Euro hat die Anlage am Kreuzfahrtterminal in Altona gekostet. Hamburg hat dafür Zuschüsse vom Bund und von der Europäischen Union erhalten. Schiffe sollen so während der Liegezeit ihre eigenen Generatoren abstellen können, damit sie die Umwelt nicht mehr durch Abgase und Lärm belasten.

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2020 | 18:23 Uhr

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