Stand: 18.01.2019 15:54 Uhr

Landgericht verhandelt Schüsse in Dulsberg

Eine Schießerei mit zwei Verletzten beschäftigt seit Freitag das Hamburger Landgericht. Dort ist ein 34-jähriger Mann angeklagt. Er hatte im März nach einem Streit auf einen anderen Mann geschossen und dabei auch einen Unbeteiligten getroffen. Die Hintergründe sind noch unklar, die Polizei vermutet Drogengeschäfte.

Wildwest-Szenen in Dulsberg

Das "Tondern" in Dulsberg ist eine unscheinbare Eckkneipe. Im März aber spielten sich dort regelrechte Wildwest-Szenen ab. Der Angeklagte war mit einem anderen Mann aneinandergeraten. Der andere Mann hatte die Kneipe, war aber mit einer Pistole in der Hand zurückgekommen. Auch der Angeklagte zog daraufhin eine Waffe und schoss.

Angeklagter schoss weiter auf flüchtenden Angreifer

Bis zu dem Punkt der Geschichte geht auch der Staatsanwalt davon aus, dass der Angeklagte in Notwehr handelte. Dann aber floh dessen Kontrahent. Der Angeklagte stürmte hinterher und schoss weiter auf den Mann, auch als der am Bein getroffen war und nur noch kriechen konnte.

Notwehr oder versuchter Totschlag?

War das immer noch Notwehr - oder doch versuchter Totschlag? Das Landgericht wollte den Prozess zunächst gar nicht eröffnen, es ging davon aus, dass der Angeklagte sich nur verteidigte. Der Staatsanwalt allerdings setzte den Prozess durch.

Angeklagter beteuert seine Unschuld

"Ich habe nichts strafbares getan," beteuerte der Angeklagte am Freitag. Allerdings wurde von seinen Schüssen auch ein unbeteiligter Passant am Fuß verletzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.01.2019 | 17:00 Uhr

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