Elektroschrott und Sperrmüll auf dem Fußweg an der Billstraße. © picture alliance/Axel Heimken/dpa Foto:  Axel Heimken

Krise in Hamburgs Industriegebiet Billbrook

Stand: 19.10.2020 16:56 Uhr

Unternehmer aus dem Industriegebiet in Billbrook fordern von der Stadt Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe und bekommen dafür Rückendeckung von der CDU-Opposition.

Marode Straßen, auf den Parkplätzen am Straßenrand stehen Dutzende abgemeldete Autos und Lastwagen, auf brachliegenden Flächen türmt sich illegal entsorgter Müll. Und mittendrin die Billstraße, wo Händler palettenweise neue und gebrauchte Waren anbieten, auch Fahrräder und Gartengeräte mit zweifelhafter Herkunft.

CDU fordert Investitionen

Der sogenannte Billbrookkreis, ein Zusammenschluss von Unternehmern, wirft dem Senat vor, das Industriegebiet zu vernachlässigen. Gerade in schweren Zeiten muss die Stadt alles daran setzen, bestehende Wirtschaftsstandorte zu erhalten und zu stärken, findet Götz Wiese von der CDU. Seine Fraktion fordert in einem Bürgerschaftsantrag, dass der Senat in Billbrook und Rothenburgsort investiert - und so verhindert, dass Jobs verschwinden.

Wirtschaftsbehörde: "Probleme im Blick"

Ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde erklärte, man habe die Probleme im Blick - und auch schon einiges unternommen. Für einen zweistelligen Millionenbetrag seien bereits Straßen saniert worden, außerdem wurden zwei Logistikunternehmen neu angesiedelt beziehungsweise konnten sich dort ausbreiten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.10.2020 | 17:00 Uhr

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