Stand: 04.09.2020 21:00 Uhr

Kontrollen: Sieben Prozent am Steuer unter Drogen

Drei Tage hintereinander hat die Polizei Autofahrerinnen und Autofahrer in Hamburg kontrolliert. Ergebnis: Mehr als sieben Prozent der Kontrollierten hatten Betäubungsmittel im Blut.

"Ein erschreckendes Ergebnis"

Die Großkontrolle fand auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Othmarschen statt. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wurden insgesamt 1.539 Fahrzeuge überprüft. Vier der Personen am Steuer standen unter Alkoholeinfluss, 117 sogar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Polizeisprecherin Evi Theodoridou spricht von einem erschreckenden Ergebnis. Viele der Fahrenden, die Ecstasy, Kokain oder Haschisch konsumiert hatten, waren zwischen 18 und 24 Jahren alt.

Insgesamt wurden 32 Personen ohne erforderliche Fahrerlaubnis aus dem Verkehr gezogen. Bei zwölf Fahrerinnen und Fahrern wurde außerdem eine mangelnde Fahreignung festgestellt, beispielsweise aufgrund von beginnender Demenz oder weil sie den Schulterblick nicht mehr schaffen.

Polizisten werden speziell geschult

Zu der Großkontrolle lädt die Hamburger Polizei einmal im Jahr Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern sowie aus Österreich und der Schweiz ein. In diesem Jahr wurden insgesamt 144 in der Erkennung von Drogen im Straßenverkehr speziell geschulte Polizeibeamte und -beamtinnen eingesetzt. Mit sogenannten Fahrtüchtigkeitstests kann die Polizei altersbedingte Ausfallerscheinungen oder Medikamentenmissbrauch nachweisen.

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.09.2020 | 13:00 Uhr

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