Stand: 18.10.2020 12:28 Uhr

Hamburg soll für Klimaschutz weniger Gebäude abreißen

Der Energieverbrauch beim Bau neuer Häuser ist hoch. Um ihn zu senken, setzt Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing nun auf eine neue Strategie: Er möchte unter anderem weniger Häuser abreißen lassen, um die Gebäude klimaschonend weiter zu nutzen. Ein Drittel aller Rohstoffe braucht man für Gebäude.

Die Baustelle für Wohnungen in Hamburg, aufgenommen vor dem Richtfest. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

AUDIO: Klimaneutrale Viertel und weniger Abriss in Hamburg geplant (1 Min)

Oberbaudirektor spricht von Pionierarbeit

Hamburgs Oberbaudirektor sagte zu NDR 90,3: "Da stellt sich schon die Frage: Reißen wir diese Bestände ab oder gibt es eine Möglichkiet, sie zu ertüchtigen. Ich glaube, da ist noch eine unglaubliche Pionierarbeit zu leisten".

Naturstoffe als Material im Gespräch

Neubauten müsse man auch aus Recycling-Rohstoffen errichten, etwa mit Naturstoffen wie Holz. "Das muss Schule machen. Es muss auf breitere Füße gestellt werden, es muss zum Grundprinzip des Baues werden". Für Höing handelt es sich um das zentrale Thema der kommenden Jahre. Schon in den 2030er Jahren sollen Quartiere klimaneutral sein. Der Grasbrook etwa soll zum Modell für Hamburg werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 18.10.2020 | 13:00 Uhr

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