Stand: 04.10.2019 10:45 Uhr

Kerstan plant bis 2023 mit Fernwärme aus Wedel

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Bis 2023 soll das Kraftwerk in Wedel laufen.

Lackschäden an Autos und Angst vor schädlichen Abgasen: Das Kohlekraftwerk Wedel vor den Toren Hamburgs ist seit Jahren umstritten. Am Mittwochabend war es Thema einer Informationsveranstaltung vor rund 80 Bürgern in Rissen. Sorgen und Fragen konnten Anwohner gleich bei zwei Verantwortlichen loswerden: Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) und Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) stellten sich.

Wann wird das Kraftwerk endlich abgeschaltet?, lautete eine der Hauptfragen. Kerstan sagte, das neue, klimafreundliche Fernwärme-Konzept der Stadt sehe vor, dass das Kraftwerk noch bis mindestens 2023 Fernwärme liefern müsse. Dann laufe es nur in Bereitschaft, nicht im Regelbetrieb. Denn ab 2024 soll der Fernwärmebedarf unter anderem durch Industrie-Abwärme und ein Gaskraftwerk im Hafen ersetzt werden. Alle anderen Lösungen würden entweder länger dauern oder teurer werden, ergänzte der SPD-Finanzsenator.

Das Kohlekraftwerk in Wedel.

Kraftwerk Wedel bleibt noch ein paar Jahre am Netz

Hamburg Journal -

Das Kohlekraftwerk in Wedel gilt als Dreckschleuder der Region. Eigentlich sollte es bald vom Netz gehen. Doch der Termin wird weiter verschoben.

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Dressel: Keine zusätzlichen Belastungen

Dressel erinnerte an das Versprechen von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), dass Mieter in Hamburg nicht zusätzlich durch den Kohleausstieg belastet werden sollten.

Beide Senatoren sagten künftig mehr Kulanz und Offenheit zu - zum Beispiel beim Thema Schadstoffe: Autobesitzer in Wedel klagen immer wieder über Lackschäden, die durch Partikel aus dem Kraftwerk verursacht würden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.10.2019 | 07:00 Uhr

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