Stand: 03.05.2016 18:05 Uhr

Kampf gegen rosa Müllsäcke

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In vielen Hamburger Stadtteilen stehen Müllsäcke oft tagelang an den Straßen.

In Hamburg wollen die Umweltbehörde und die Stadtreinigung die letzten rosa Müllsäcke von den Straßen verbannen. 13.000 Haushalte in der Hansestadt entsorgen ihre Abfälle noch in solchen Säcken, weil es bei ihnen keinen Platz für Mülltonnen gibt. Jetzt beginnt im Stadtteil Ottensen ein Pilotprojekt, um dagegen vorzugehen.

Unterirdische Müll-Sammelstellen für 700 Haushalte

Noch stapeln sich zweimal die Woche rosa Säcke voll stinkendem Restabfall auf den Fußwegen rund um die Holländische Reihe. Bis zum Spätsommer bekommen 700 Haushalte unterirdische Müll-Sammelstellen an 28 Plätzen. Die Standortsuche sei mühselig gewesen, viele lägen auf öffentlichem Grund, sagte Altonas Bezirksamtsleiterin Liane Melzer (SPD). Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) ergänzte: "Mit dem Pilotversuch wollen wir das Erscheinungsbild der Straßen von aufgerissenen Müllsäcken befreien." Laufe alles gut, sollten die Müllsäcke bald überall von der Straße verschwinden. Doch in Eimsbüttel, Barmbek und Winterhude haben etliche Mietshäuser weder Keller noch Außenplatz für Mülltonnen.

Die Stadtreinigung habe es in fünf Jahren geschafft, die Zahl der betroffenen Haushalt von 20.000 auf 13.000 zu drücken, sagt deren Chef Rüdiger Siechau. Nun stünden unterirdische Container auch für Bio-, Papier- und Glasmüll zur Verfügung. Für die Kunden soll die Müllbeseitigung übrigens nicht teurer werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.05.2016 | 18:00 Uhr

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