Stand: 12.01.2018 06:19 Uhr

Juncker kommt zum Matthiae-Mahl

Das traditionelle Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus steht in diesem Jahr ganz im Zeichen Europas: Nach Informationen von NDR 90,3 werden der Präsident der EU Kommission, Jean-Claude Juncker, und der frühere Außenminister Joschka Fischer als Ehrengäste erwartet.

Bedeutung der EU soll unterstrichen werden

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) möchte mit der Einladung Junckers die Bedeutung, die die Europäische Union für Deutschland und Hamburg hat, unterstreichen. "In einer Welt mit bald acht Milliarden Menschen wird es kaum gelingen, den Einfluss zu wahren, wenn man sich nicht mit anderen gleichgesinnten Demokratien zusammentut", meinte Scholz. Die Europäische Union sei ein einzigartiges Friedensprojekt, das man stärken und ausbauen müsse, so der Erste Bürgermeister.

Er freue sich, dass Juncker als Präsident der EU-Kommission komme. Juncker hatte sich nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU für eine engere Zusammenarbeit der verbliebenen 27 Mitglieder ausgesprochen. Auch der zweite Ehrengast, der frühere Außenminister Joschka Fischer, plädiert für eine Vertiefung Europas.

Ältestes Festmahl der Welt

Das Matthiae-Mahl wird am 2. März 2018 im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses begangen. Es ist das älteste Festmahl der Welt. Bereits seit 1356 laden die Regierenden der Hansestadt dazu ein. Der Name geht auf den Matthiae-Tag, den 24. Februar, zurück. An diesem Tag wurden nach historischer Überlieferung im Rathaus die Aufgaben im Senat neu verteilt und neue Bürgermeister aus den Reihen der Senatoren gewählt. Bei früheren Matthiae-Mahlzeiten waren der kaiserliche und der holländische Gesandte Ehrengäste. Heute werden stets ein ausländischer und ein deutscher Ehrengast eingeladen. Im vergangenen Jahr war Kanadas Premier Justin Trudeau zu Gast im Hamburger Rathaus.

Weitere Informationen

Ein Abendessen wie im Mittelalter

Seit 1356 feiert Hamburg das Matthiae-Mahl, so auch heute. Die Veranstaltung gilt als das älteste Festmahl der Welt. Für den einzigen Skandal sorgte Wladimir Putin. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.01.2017 | 06:00 Uhr

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