NDR Intendant Joachim Knuth © NDR

Joachim Knuth: "Schaden von unserem Programm abwenden"

Stand: 23.12.2020 10:01 Uhr

Das Bundesverfassungsgericht hat die Eilanträge von ARD, ZDF und Deutschlandradio gegen die Blockade der Erhöhung des Rundfunkbeitrags abgewiesen. Das hat auch für den NDR Konsequenzen.

"Das sind große Herausforderungen, weil der NDR ja mit Blick auf die kommenden Jahre bereits Kürzungen in Höhe von 300 Millionen Euro vorgenommen hat", sagte Joachim Knuth, Intendant des NDR, nach der Entscheidung aus Karlsruhe. "Mir geht es jetzt darum, Schaden von unserem Programm abzuwenden und unseren Auftrag unter diesen erschwerten Bedingungen qualitativ so gut wie irgendmöglich zu erfüllen."

Einsparungen von 35 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich

Eine unabhängige Kommission hatte die Empfehlung ausgesprochen, erstmals nach fast zwölf Jahren der Beitragsstabilität den Rundfunkbeitrag um 86 Cent anzuheben. Bei diesem viel zitierten Beitragsplus von 86 Cent pro Monat und Haushalt geht es insgesamt um rund anderthalb Milliarden Euro.

"Für den NDR bedeutet das, dass wir nun erst mal mit deutlich weniger Geld auskommen müssen", sagte Knuth. Zusätzlich zu den geplanten Einsparungen von 300 Millionen Euro bis zum Jahr 2024 müssen nun noch weitere 35 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.12.2020 | 10:00 Uhr

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