Ein britischer und ein deutscher Reisepass. © picture alliance / dpa Foto: Britta Pedersen

Integrationsbericht: Briten bei Einbürgerungen vorn

Stand: 27.11.2020 12:00 Uhr

Welche Maßnahmen ergreift Hamburg, um Menschen mit Migrationshintergrund zu integrieren? Und wie erfolgreich sind diese? Diese und andere Fragen werden im jährlichen Bericht zum Hamburger Integrationskonzept "Wir in Hamburg" beantwortet.

Ein Indiz für erfolgreiche Integration ist die Zahl der Einbürgerungen. 5.800 waren es im vergangenen Jahr - ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr. Zum ersten Mal waren wegen des Brexits die Briten Spitzenreiter, gefolgt von Afghanen und Türken. Laut Sozialbehörde ist das Interesse an Einbürgerungen ungebrochen.

Die Zahl der ausländischen Jugendlichen, die eine duale Berufsausbildung abgeschlossen haben, ist im vergangenen Jahr um 300 auf rund 2.700 gestiegen. Der Anteil der Abiturienten mit Migrationshintergrund ist ebenfalls leicht gestiegen, der Anteil derjenigen, die die Schule ohne Abschluss verlassen haben, dagegen leicht gesunken. 129.000 Ausländer fanden einen sozialversicherungspflichtigen Job. Das waren 8.000 mehr als im Vorjahr.

Ein Drittel der Bevölkerung mit Migrationshintergrund

Ziel des Hamburger Integrationskonzepts ist, dass alle Menschen in Hamburg gleiche Chancen haben. Laut Sozialbehörde leben rund 630.000 Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt. Das entspricht etwa einem Drittel der Bevölkerung. Der Integrationsbericht wird der Bürgerschaft in der kommenden Woche vorgelegt.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.11.2020 | 12:00 Uhr

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