Ein Schriftzug eines Hotels in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs. © picture alliance/dpa Foto: Jonas Klüter

Innerdeutscher Reiseverkehr: Hamburg sieht keine Änderungen

Stand: 07.10.2020 18:51 Uhr

Der Hamburger Senat sieht nach den Bund-Länder-Beratungen zum innerdeutschen Reiseverkehr keine neuen Corona-Einschränkungen. Die Hotspot-Regeln aus dem Sommer seien nur bekräftigt worden, heißt es.

Die Länder hatten bereits im Juli ein Beherbergungsverbot für Menschen aus deutschen Risiko-Kommunen beschlossen. Dieses gelte in Hamburg auch weiterhin, wie es aus dem Rathaus nach der Telefonkonferenz der Staatskanzleichefs mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hieß. Das bedeutet, dass Menschen aus diesen Gebieten in Hamburger Hotels und Beherbergungsbetrieben nur untergebracht werden dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Keine Beschränkungen für Menschen aus einzelnen Bezirken

Zusätzlich gebe es nur einen Appell, dass man nicht in Kommunen fahren solle, die einen Inzidenzwert von 50 oder höher haben. Außerdem werde an Menschen, die in einer solchen Kommune leben, appelliert, diese nur in unvermeidbaren Fällen zu verlassen. Hamburg wird nach Angaben des Senats als Einheitsgemeinde betrachtet, die zugleich Bundesland und Kommune ist. Daher gibt es nur einen Inzidenzwert für die gesamte Stadt und nicht für einzelne Bezirke.

VIDEO: Tschentscher gegen innerdeutsche Reisebeschränkungen (1 Min)

Beherbergungsverbot auch für Menschen aus Hamburg möglich

Der Wert gibt die Zahl der Infektionen während der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner wieder. Er lag am Mittwoch in Hamburg bei 34,1. Senatssprecher Marcel Schweitzer appellierte an die Menschen in der Hansestadt, vorsichtig zu sein und alle Corona-Regeln einzuhalten, damit der Inzidenzwert von 50 nicht erreicht wird. "Denn dann dürfen im gesamten Bundesgebiet keine Hotelzimmer, Ferienwohnungen oder Zeltplätze an Hamburgerinnen und Hamburger vermietet werden", wie Schweitzer weiter sagte.

Tschentscher mahnt zum Einhalten der Corona-Regeln

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte im Morgenmagazin von ARD und ZDF Reisebeschränkungen zwischen den Landesgrenzen abgelehnt. Es nütze nichts, wenn Menschen aus Hotspots nicht in Flächenländer reisen dürften, umgekehrt aber die Menschen aus den Randgebieten zum Arbeiten oder Ausgehen in die Großstädte fahren, so Tschentscher. Wichtig sei weiterhin, die Corona-Regeln wie Abstand halten, Maske tragen und Lüften zu beachten.

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Hamburg Journal | 07.10.2020 | 19:30 Uhr

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