Stand: 07.02.2019 14:02 Uhr

Innensenator Grote: "Hamburg wird sicherer"

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer haben am Donnerstag die polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 vorgestellt. Demnach hat es im vergangenen Jahr in Hamburg so wenige Straftaten gegeben wie zuletzt Anfang der 1980er-Jahre. Die Polizei erfasste für 2018 insgesamt 218.594 Taten - 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um 1,4 Prozentpunkte auf 46 Prozent.

Weniger Diebstahlsdelikte

Besondere Erfolge konnten nach Angaben des Senats bei der Bekämpfung von Diebstahlsdelikten erzielt werden. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2018 das dritte Jahr in Folge deutlich gesunken. Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr 4.601 Einbrüche und versuchte Einbrüche in Häuser und Wohnungen registriert. Das sind gut 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und fast 49 Prozent weniger als 2015. Damit sei ein historischer Tiefststand erreicht, heißt es.

Gewaltkriminalität: Niedrigster Stand seit 1981

Zurückgegangen ist auch die Gewaltkriminalität. Insgesamt wurden 7.670 Taten registriert, ein Rückgang um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als besonders erfreulich bezeichnete der Senat den Rückgang der Raubdelikte, die auf den niedrigsten Stand seit 1981 gefallen sind.

Polizeipräsident: "Gigantischer Erfolg"

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sprach von einem "gigantischen Erfolg" der Polizei Hamburg, der ohne die richtige Schwerpunktsetzung und die konsequente Fortführung bereits eingeleiteter Maßnahmen nicht möglich gewesen wäre. Innsenator Andy Grote (SPD) erklärte: "Wir leben in einer sicheren und immer sicherer werdenden Stadt."

Bund Deutscher Kriminalbeamter: Rückgänge erkauft

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Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

Im Jahr 2018 hat die Hamburger Polizei 218.594 Taten erfasst - 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Details in der Kriminalstatistik als pdf-Datei zum Herunterladen. Download (2 MB)

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter begrüßte die Rückgänge, hält sie aber für "erkauft", wie der Landesvorsitzende Jan Reinecke sagte. Die Zahl der Straftaten über das Internet sei stark gestiegen. Geradezu spam-artig würden Bürger von Kriminellen aufgefordert, vermeintliche Rechnungen zu begleichen oder für die Annahme einer angeblichen Erbschaft eine Gebühr zu überweisen.

Zahl der Rauschgiftdelikte gestiegen

Auch im Bereich der Rauschgiftkriminalität habe die Polizei zu wenig Personal, um dem Drogenhandel auf der Straße Einhalt zu gebieten. Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist laut Polizei um 25,5 Prozent gestiegen. Polizeipräsident Mayer erklärte dies mit den verstärkten Kontrollen der Beamten an den Brennpunkten des Drogenhandels. So war den Beamten im vergangenen November ein spektakulärer Schlag gelungen: Spezialkräfte stellten im Stadtteil Rothenburgsort rund 1,1 Tonnen Kokain sicher.

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Zahl der Betrugsfälle in Hamburg gestiegen

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Polizei registriert weniger Wohnungseinbrüche

2018 sind in Hamburg deutlich weniger Wohnungseinbrüche registriert worden als im Vorjahr. Laut Kriminalstatistik der Polizei sank auch die Zahl bei Taschendiebstählen und anderen Delikten. (22.01.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.02.2019 | 13:00 Uhr

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