Stand: 10.07.2018 19:32 Uhr

Initiative klagt gegen Bau im Überseequartier

Fünf Bewohner der Hafencity klagen vor dem Oberverwaltungsgericht gegen die Stadt Hamburg. Sie werfen der Stadt eine fehlerhafte Genehmigung für das geplante Groß-Einkaufszentrum im Überseequartier vor. Ziel der Anwohner ist ein Baustopp des Milliarden-Objekts. Denn sie fürchten, dass täglich rund 50.000 Kunden ins Einkaufszentrum kommen werden.

25.000 Autos mit Kunden pro Tag erwartet

In Hamburgs derzeit teuerster Baugrube schaufeln Bagger schon das Fundament. Doch Rechtsanwalt Michael Günther will das eine Milliarde-Euro-Projekt noch aufhalten. 25.000 Autos mit Kunden erwartet die Stadt täglich - viel zu viel für die von Schiffsdieseln belastete Hafencity, meint Baurechts-Experte Günther: "In der Bauleitplanung gelten strenge Immissions-Grenzwerte. Diese werden deutlich überschritten. Der Autoverkehr ist immens und wird zu ungesunden Wohnverhältnissen in der Hafencity führen. Das wollen wir vermeiden."

Mit Normenkontrollklage Baustopp durchsetzen

Fünf Anwohner wollen mit der Normenkontrollklage einen Baustopp erwirken. Zu ihnen zählt Iris Neitmann. Die Architektin möchte auch eine neue Städtebau-Diskussion über das Überseequartier anstoßen: "Es ist das schönste Grundstück, dass die Stadt Hamburg im Moment hat. Dieser Standort lohnt sich, sehr aufmerksam geplant zu werden und nicht einfach nur ein Shopping-Center mit einem 70er-Jahre-Styling." Bildung und Kultur statt Kommerz, wünscht sie sich. Der Investor will dagegen eine Einkaufsmeile für täglich rund 50.000 Kunden bauen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.07.2018 | 17:00 Uhr

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