Stand: 22.09.2020 11:35 Uhr

In Hamburg leben immer mehr Menschen ohne deutschen Pass

Migranten nehmen an einem Kurs der Volkshochschule teil. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz
Den größten Zuwachs gab es bei Menschen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. (Themenbild)

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer in Hamburg deutlich gestiegen. Wie das Statistikamt Nord am Dienstag mitteilte, kletterte sie von 2009 bis 2019 um 39,9 Prozent. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung wuchs in diesem Zeitraum von 13,6 Prozent auf 17,4 Prozent.

Zuwachs bei Syrern

330.165 Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft waren Ende des vergangenen Jahres in Hamburg gemeldet. Das waren den Angaben zufolge 94.247 mehr als zehn Jahre zuvor. Den größten Zuwachs verzeichnen - nach der Flüchtlingskrise 2015 wenig überraschend - die Syrerinnen und Syrer. Ende 2019 waren 16.790 Syrerinnen und Syrer in Hamburg gemeldet, zehn Jahre zuvor waren es noch 403 Personen. Auch die Zahl der Rumäninnen und Rumänen (plus 9.641 Personen) hat in dieser Zeit deutlich zugenommen. Ebenfalls starke Zuwächse gab es bei Bürgerinnen und Bürgern aus Afghanistan (plus 8.492), Polen (plus 7.774) und Bulgarien (plus 7.571 Personen).

Größte Gruppe weiterhin die Türken

Unter anderem die Freizügigkeit des EU-Arbeitsmarktes hat diese Bewegung verstärkt. Die größte Ausländergruppe stellen weiterhin die Türken mit 44.049 Bürgerinnen und Bürgern, doch sank ihre Zahl um 8.989 - vermutlich durch zahlreiche Einbürgerungen.

 

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.09.2020 | 12:00 Uhr

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