Stand: 14.05.2020 16:53 Uhr  - NDR 90,3

Immobilienpreise vor Corona weiter gestiegen

Im vergangenen Jahr sind in Hamburg die Preise für Häuser und Wohnungen noch einmal angestiegen: Der Zuwachs lag durchschnittlich bei sieben Prozent, wie die Auswertung der Notarverträge aller 12.000 Haus- und Grundstücksverkäufe ergab.

Wohnungen legten am meisten zu

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Für eine Hamburger Neubauwohnung mit 100 Quadratmetern musste man 2019 durchschnittlich 610.000 Euro aufbringen

Der "Immobilienmarktbericht Hamburg" wurde vor der Corona-Pandemie erhoben und ist sehr präzise. Ein Einfamilienhaus kostete im Vergleich zum Vorjahr sechs Prozent mehr, ein Reihenhaus sieben Prozent und eine Eigentumswohnung sogar acht Prozent. Das übertraf den Zuwachs des Vorjahres.

Trotz des Neubauprogramms des Senats dreht sich also die Preisspirale schneller. Für eine Neubauwohnung mit 100 Quadratmetern muss man durchschnittlich 610.000 Euro aufbringen. Für Normalverdiener kaum noch bezahlbar ist ein Einfamilienhaus in Hamburg mit 816.000 Euro. Die Hälfte davon kostet ein Mittelreihenhaus. Der Preis wird getrieben von knappen Baugrundstücken: Ihr Verkauf knickte um 22 Prozent ein. Auch die Zahl der Immobilienverkäufe ging leicht zurück.

Rückgang 2020 wegen Corona?

Doch dieses Jahr könnten zumindest Eigentumswohnungen erstmals billiger werden - durch Corona. Das Institut F+B verzeichnet einen Preisrückgang von neun Prozent seit Anfang März.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.05.2020 | 17:00 Uhr

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