Immobilienatlas: Preise in und um Hamburg steigen weiter an

Stand: 31.03.2021 13:31 Uhr

Die Preise für Wohnimmobilien in und um Hamburg steigen weiter an. Das zeigt der neue LBS-Immobilienatlas. Den größten Sprung mit 13,8 Prozent machten dabei die Preise für neue Häuser in der Hansestadt.

Der Immobilienatlas "Hamburg und Umland 2021" wurde am Mittwoch bei einer Online-Pressekonferenz präsentiert. "Die von vielen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erwarteten Abschwünge in der Preisentwicklung sind bislang nicht eingetreten", sagte Jens Grelle, Vorstandsvorsitzender der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG. Der Durchschnitts-Quadratmeter kostet in Hamburg nun knapp 5.000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und 5.700 Euro für Eigentumswohnungen. Insgesamt stiegen die Kaufpreise in Hamburg in fünf Jahren um 50 Prozent, im Umland um 60 Prozent.

Neue Häuser sind besonders teuer

Mit 13,8 Prozent stiegen in Hamburg innerhalb eines Jahres die Preise für neue Häuser besonders stark an. Auch Bestandshäuser wurden teurer. Hier müssten laut Grelle 7,2 Prozent mehr angelegt werden. Ähnlich sieht die Preisentwicklung bei den Wohnungen aus. Neue Wohnungen in Hamburg kosten durchschnittlich 12,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, Preise für gebrauchte Wohnungen stiegen um 13,3 Prozent.

Im Hamburger Umland stiegen die Preise im Vergleich zu Anfang 2020 für neue Häuser um 12,8 Prozent, die Preise für neue Wohnungen legten um 8,5 Prozent zu. Existierende Häuser und Eigentumswohnungen im Hamburger Umland kosten im Schnitt 11,1 beziehungsweise 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kaufpreise von bis zu 16.300 Euro pro Quadratmeter

Am höchsten fallen die Kaufpreise für Immobilien laut Studie in den Stadtteilen Othmarschen, Harvestehude, Nienstedten, Hafencity, Rotherbaum, St. Georg und Uhlenhorst aus. Dort zahlt man zwischen 10.000 und bis zu 16.304 Euro pro Quadratmeter. Im Umland sind Neubauten in Wentorf-Aumühle mit im Schnitt 5.608 Euro pro Quadratmeter besonders teuer. Hohe Angebotspreise gibt es auch in Schenefeld, Norderstedt, Ahrensburg, Oststeinbek und Halstenbek.

Je größer der Abstand zur City, desto günstiger

Wer nicht unbedingt in diesen bevorzugten Wohnlagen suche, findet laut Grelle im Großraum Hamburg noch Städte, Stadtteile und Gemeinden mit vergleichsweise bezahlbarem Wohnraum. Es gelte: Je größer die Entfernung zur Innenstadt, desto größer die mögliche Wohnfläche. Kaufen im Umland Hamburgs ist bei Neubau im Schnitt um mindestens 34 Prozent und bei Bestandshäusern bis zu 39 Prozent günstiger als in Hamburg. Für Wohnungen sind im Umland zwischen rund 41 Prozent bei Neubau und bis zu 51 Prozent bei Bestandswohnungen weniger anzulegen. Insgesamt werde das Angebot aber knapper und die Suche so erschwert.

Corona-Pandemie verstärkt Wunsch nach Eigenheim

Insgesamt hat sich laut Umfragen durch die Corona-Pandemie der Blick auf das eigene Zuhause verändert. Sicherheit, ein lebenswertes Umfeld, ein weiteres Zimmer für das Homeoffice und auch Balkon oder eine Terrasse gewinnen offenbar an Bedeutung. Daneben ist die Finanzierbarkeit der Immobilie beim Kauf von wachsender Bedeutung. Und Lagen mit einer guten Infrastruktur werden noch stärker nachgefragt werden, vermutet Grelle. Insofern feuere die Corona-Pandemie die Preise noch an - auch billige Hypotheken könnten das nicht mehr auffangen.

12.000 Angebote ausgewertet

Zur Erstellung des Immobilienatlasses ließ die Landesbausparkasse 12.000 Angebote für Eigentumswohnungen und Häuser analysieren. Die Tabellen für alle Stadtteile und Umlandgemeinden gelten als besonders zuverlässig.

 

Weitere Informationen
Ein Spielzeughaus steht zwischen aufgetürmten Münzen. Dahinter rechnet ein Mensch mit einem Taschenrechner. © Imago images Foto: Panthermedia/AndreyPopov

Immobilienpreise im Hamburger Umland steigen weiter

Gute Infrastruktur und Verkehrsanbindungen machen die Metropolregion immer attraktiver. Eigenheime werden immer teurer. (31.03.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.03.2021 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Ein junges Mädchen mit OP-Maske © Colourbox

Tests und Masken jetzt auch für Hamburgs Vorschüler

Im Unterricht können sie jetzt auch Masken tragen und sich vorher selbst testen - auf freiwilliger Basis. mehr