Gemüse auf einem Hamburger Wochenmarkt. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Immer weniger landwirtschaftliche Betriebe in Hamburg

Stand: 21.01.2015 14:10 Uhr

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Hamburg geht weiter zurück. Wie das Statistikamt Nord am Donnerstag mitteilte, gibt es noch etwa 600 Betriebe, die insgesamt rund 14.900 Hektar bewirtschaften.

Landwirtschaft in Hamburg - das sind in erster Linie Garten- und Obstbau-Betriebe. Insgesamt gibt es davon rund ein Viertel weniger als noch 2010. Die landwirtschaftliche Zählung findet alle zehn Jahre statt und bildet die Grundlage für agrarpolitische Entscheidungen. In Hamburg trifft der Rückgang die Gartenbaubetriebe heftiger als den Obstanbau. Bei Gemüse und Blumen heißt es "weniger Betriebe und weniger Anbaufläche". Beim Obst gibt es allerdings "weniger Betriebe, aber mehr Anbaufläche".

Knapp 25 Hektar bewirtschaftet jeder Hamburger Betrieb im Durchschnitt, das entspricht in etwa 35 Fußball-Feldern. Dabei werden auch Flächen mitgezählt, die Hamburger Betriebe außerhalb des Stadtgebiets gepachtet haben. Gewachsen ist auch die Zahl der ökologischen Betriebe, und zwar um fast 40 Prozent. Mittlerweile wird jeder zehnte Hektar ökologisch bewirtschaftet.

Zusätzliche Einkommensquellen

Aber von der Landwirtschaft allein können auch in Hamburg immer weniger Betriebe existieren. Direktvermarktung über Hofläden oder Wochenmärkte ist bei den meisten die zweite Einkommensquelle. Auch die Erzeugung erneuerbarer Energien wie Windkraft oder Biogas wird genutzt. Und knapp 80 Betriebe verdienen etwas dazu, indem sie Reitpferde oder sogenannte Pensionspferde auf dem Hof haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.01.2015 | 10:00 Uhr

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