Ein Richter sitzt im Gerichtssaal vor einer Kamera und Bildschirmen. © picture alliance/dpa | Marcel Kusch Foto: Marcel Kusch

Immer mehr Videoverhandlungen vor Gericht

Stand: 30.12.2020 17:47 Uhr

Immer mehr Zivilverhandlungen am Hamburger Landgericht finden mit Videokonferenz-Technik statt. "Eine wertvolle Hilfe" in Zeiten von Corona, meint Justizsenatorin Anna Gallina.

Sieben Verhandlungssäle des Landgerichts sind mittlerweile mit stationärer Medien- und Konferenztechnik ausgestattet. In den anderen Sälen kann mobile Technik eingesetzt werden. Im Schnitt finden täglich fünf Verhandlungen videogestützt statt. Besonders häufig in Zivilkammern mit Zuständigkeiten aus dem Wettbewerbsrecht, dem Schutz geistigen Eigentums und dem Presserecht.

Teilnahme auch von außerhalb

Mandanten, Rechtsanwälte, Zeugen und Sachverständige werden dann zugeschaltet und können auch von außerhalb an den Sitzungen teilnehmen. Ort der Verhandlung bleibt der Gerichtssaal, in dem sich der oder die Richter aufhalten und der auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Nicht jeder Fall geeignet

Landgerichts-Vize-Präsident Bernd Lübbe freut sich, dass die neue Technik von allen Seiten begrüßt wird, weist aber auch darauf hin, dass nicht jeder Fall für Videotechnik geeignet ist, und das persönliche Gespräch im Gerichtssaal in vielen Fällen weiter ein unverzichtbarer Bestandteil bleiben wird. Auch in anderen Bereichen der hamburgischen Justiz wird die Videotechnik weiter ausgebaut. Auch im Hanseatischen Oberlandesgerichts wurde die Technik jetzt in einem der historischen Sitzungssäle denkmalgerecht eingebaut. Die übrigen Säle und Sitzungszimmer sollen bis Ende Februar kommenden Jahres ausgestattet werden.

Weitere Informationen
Das Landgericht Hamburg. © NDR Foto: Wolf-Hendrik Müllenberg

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.12.2020 | 17:00 Uhr

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