Das Amtsgericht in Hamburg-Barmbek. © NDR Foto: Heiko Block

"Ich bin unschuldig": Angeklagter erscheint nicht zu Prozess

Stand: 25.08.2021 11:33 Uhr

Einen unerwarteten Ausgang hat am Mittwoch ein Raubprozess vor dem Amtsgericht Hamburg-Barmbek genommen. Einer der Angeklagten erschien nicht zur Verhandlung - mit einer ungewöhnlichen Begründung.

Dass Angeklagte einfach nicht kommen, passiert immer wieder. Die Begründungen lauten zumeist: Krankheit, Termin vergessen, keine Ladung im Briefkasten. In diesem Fall aber erfolgte die Absage per WhatsApp an den Mitangeklagten. "Ich bin unschuldig, da sehe ich nicht ein, dass ich zum Gericht kommen soll," schrieb der junge Mann. Sein Freund versuchte noch, ihn zu überreden. "Wenn Du nicht kommst, kann es einen Haftbefehl geben", warnte er ihn. Vergebens.

Angeklagtem droht Untersuchungshaft

Nun droht dem 22-Jährigen tatsächlich Untersuchungshaft. Das hat der Staatsanwalt beantragt, damit der nächste Prozessversuch im Oktober klappt.

Überfall an Bushaltestelle

Angeklagte im Strafprozess sind grundsätzlich verpflichtet, zu erscheinen. Ob sie schuldig oder unschuldig sind, soll das Gericht ja gerade feststellen. Den beiden in diesem Fall angeklagten Männern wird vorgeworfen, an einer Bushaltestelle in Winterhude einem Mann das Handy und Portemonnaie aus der Jackentasche gestohlen und ihn misshandelt zu haben, als er seine Sachen zurückverlangte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.08.2021 | 12:00 Uhr

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