Stand: 11.11.2019 16:03 Uhr

ITS-Weltkongress: Viele namhafte Unterstützer

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Hamburgs Bürgermeister Tschentscher (l.) stellt die Pläne für den Verkehrskongress ITS vor. Neben ihm hört Bahn-Chef Lutz zu.

Knapp zwei Jahre vor Beginn des internationalen ITS-Weltkongresses in Hamburg hat die Veranstaltung namhafte Unterstützung bekommen. Unter der Führung von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und VW-Strategiechef Jürgen Rittersberger ist am Montag in Berlin ein 30-köpfiges Gastgeber-Komitee zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Es besteht aus hochrangigen Vertretern der deutschen Automobil-, Luftfahrt- und Logistikwirtschaft, des öffentlichen Verkehrs sowie der Forschung und Verbände. Darunter sind unter anderen Bahn-Chef Richard Lutz, Conti-Vorstandsmitglied Helmut Matschi, der Hamburger Hochbahn-Chef Henrik Falk und Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos). Sie sollen wie ein Aufsichtsgremium für den Kongress fungieren.

Bund unterstützt Kongress

Beim ITS Weltkongress im Oktober 2021 wolle Hamburg die Mobilität der Zukunft zeigen, darunter autonomes Fahren im Straßenverkehr, vernetzte Verkehrssteuerung auf Straße und Schiene und weitere digitale Dienste, "die unsere Mobilität einfacher und komfortabler machen", kündigte Tschentscher an. Das Bundesverkehrsministerium hat der Hansestadt 3,5 Millionen Euro für die Vorbereitung und die Durchführung des Weltkongresses zugesagt.

Dutzende Projekte bereits im Vorfeld

Für die Präsentationen 2021 laufen in der Hansestadt bereits 70 Projekte. So sollen erstmals in Deutschland Züge der Hamburger S-Bahn hoch automatisiert unterwegs sein, wie Bahn-Chef ankündigte. An Bord fährt ein Zugbegleiter mit, der möglichst nur im Notfall eingreifen soll. Hierfür ist die Strecke zischen dem Hauptbahnhof und dem Stadtteil Bergedorf vorgesehen. Die Bahn plant auch an 20 Bahnstationen Boxen, aus denen Kunden online bestellte Waren abholen können. Sie reduzierten so die Verstopfung der Straßen durch Lkw-Lieferdienste, meinte Lutz.

Shuttle-Busse und autonom fahrende Autos

Im Hamburger Straßenverkehr werden bereits autonom fahrende Autos und Shuttle-Busse erprobt, ebenso elektrobetriebene Sammeldienst-Fahrzeuge von Moia (VW) und ioki (Deutsche Bahn). Sie werden per Smartphone-App bestellt. Des weiteren geht es um Echtzeiterfassungen von Verkehrsströmen und um digitale Logistiklösungen für den Warenumschlag im Hafen. Der Autohersteller VW hatte den Angaben zufolge die Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung der Veranstaltung "mit großem Engagement" unterstützt. Mitveranstalter sind neben der Stadt der europäische Industrie- und Interessenverband Ertico - ITS Europe aus Brüssel sowie das Bundesverkehrsministerium.

10.000 Experten kommen nach Hamburg

Der Kongress bringt 2021 rund 10.000 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Verkehr, Telekommunikation, Informationstechnologie, Wissenschaft und Politik nach Hamburg. Die Veranstaltung soll vom 11. bis 15. Oktober 2021 im dann umgebauten CCH und in den Messehallen stattfinden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2019 | 17:00 Uhr

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