Stand: 17.05.2019 12:07 Uhr

IG Metall fordert aktive Industriepolitik

"Deutschland maritim - global, smart, grün" - unter diesem Motto hat die Bundesregierung in der kommenden Woche Vertreter von EU, Werften, Zulieferern und Gewerkschaften eingeladen. Bislang habe das Wirtschaftsministium von Peter Altmaier (CDU) aber noch keine klare Strategie für die Branche vorgelegt, sagt Heiko Messerschmidt von der IG Metall Küste.

Die Gewerkschaft fordert beispielsweise, dass der Bund sich klar dazu bekennt, Werften und Zulieferer in Deutschland zu halten - notfalls auch über eigene Beteiligungen an Unternehmen: "Wir haben ja viele Beispiele, etwa Hapag-Lloyd, wo der Staat, in dem Fall Hamburg, auch eine aktive Rolle gespielt hat. Das ist für uns eine aktive Industriepolitik, die dringend nötig ist". Zumal solche Beteiligungen des Staates an Unternehmen in anderen europäischen Ländern an der Tagesordung seien, etwa in Frankreich oder in Italien.

Gewerkschaft fürchtet Arbeitsplatzverluste

Um Offshore-Windenergie-Firmen zu stützen, plädiert die IG Metall dafür, mehr Windparks als bislang zu genehmigen, die Ausbauziele anzuheben. "Wenn es so weitergeht, dann ist die Industrie weg in Deutschland. Wir haben reihenweise Insolvenzen, wir haben massive Arbeitsplatzverluste in dieser Branche. Auch Hamburg ist davon betroffen, hier sind mehrere Hersteller vertreten - wie Siemens Gamesa, Nordex und Senvion.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.05.2019 | 12:00 Uhr

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