Hunderte Verstöße gegen Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

Stand: 15.11.2020 21:46 Uhr

Halten sich die Fahrgäste in Bussen und Bahnen an die Corona-Regelungen? In Hamburg hat es am Samstagabend eine groß angelegte Kontrolle im öffentlichen Nahverkehr gegeben.

Von 17 bis 23 Uhr fanden die Kontrollen statt. Insgesamt waren rund 140 Einsatzkräfte von Polizei, Bundespolizei, Hochbahn und S-Bahn unterwegs. Vor allem kontrollierten sie die S-Bahnhöfe Dammtor, Altona, Bergedorf und Harburg. Aber auch am U-Bahnhof Hoheluftbrücke, an verschiedenen Busbahnhöfen und auf den Hafenfähren fanden Kontrollen statt.

650 Verstöße gegen die Maskenpflicht

Im Verlauf des Einsatzes wurden nach Angaben der Polizei vom Sonntag insgesamt etwa 17.500 Fahrgäste überprüft. Neben mehr als 650 Verstößen gegen die Maskenpflicht wurden auch fast 450 Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein angetroffen. Zum Vergleich: Bei einer ersten Großkontrolle Ende Oktober waren etwa 23.000 Fahrgäste kontrolliert und 330 Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert worden.

Akzeptanz nimmt am Wochenende abends ab

Polizeisprecherin Sandra Levgrün sagte dem Hamburg Journal im NDR Fernsehen, dass die Verkehrsbetriebe in den vergangenen Wochen zwar eine hohe Akzeptanz der Maskenpflicht festgestellt hätten. Die Menschen würden sich größtenteils daran halten, wenn sie Bus und Bahn fahren. "Aber sie haben auch festgestellt, dass diese Akzeptanz sinkt, sobald es in Richtung Wochenende geht", so Levgrün. Dies sei besonders in den Abendstunden zu beobachten - darum habe es die Kontrolle an einem Samstagabend gegeben. Die Maskenpflicht würde eher von jüngeren Menschen missachtet, vor allem dann, wenn Alkohol im Spiel ist. In den frühen Abendstunden gab es bei ersten Kontrollen am Bahnhof Altona kaum Verstöße, viele Fahrgäste äußerten Verständnis für den Einsatz.

Strafe bei Missachtung der Maskenpflicht

Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wurde, musste mit einer Strafe rechnen. Wie hoch die ausfällt, hing davon ab, wo genau man erwischt wurde. Im Geltungsbereich der Hochbahn fällt dann grundsätzlich ein erhöhtes Beförderungsentgelt in Höhe von 40 Euro an. "Sobald wir aber auf öffentliche Plätze und Flächen kommen, wo eine Maskentragepflicht gilt, sind wir auch schon schnell bei 150 Euro Strafe", erklärte Levgrün. Die Polizeisprecherin sagte aber auch, dass man mit Augenmaß kontrolliere und die Strafe auch immer von der Reaktion derjenigen abhinge, die erwischt würden. Setze eine Person die Maske sofort auf, nachdem sie angesprochen werde, bleibe es auch schon mal bei einer Ermahnung.

Weitere Informationen
Sandra Levgrün, Sprecherin Polizei Hamburg.
2 Min

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.11.2020 | 14:00 Uhr

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