Stand: 13.01.2020 08:41 Uhr

Hohes Interesse an Briefwahl in Hamburg

Das Briefwahlzentrum am hamburger Gerhart-Hauptmann-Platz. © NDR Foto: Peter Feder
Die Zentrale Briefwahlstelle auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz ist erstmals für die Bürgerschaftswahl 2020 eingerichtet worden.

Am Freitag endet zwei Tage vor der Hamburger Bürgerschaftswahl die Antragsfrist für die Briefwahl. Wenige Tage zuvor hat sich bereits ein Fünftel der Wahlberechtigten für die Briefwahl entschieden. Damit liegt der Anteil nach Angaben von Landeswahlleiter Oliver Rudolf aktuell rund drei Prozentpunkte höher als bei der Bürgerschaftswahl 2015. Auch insgesamt rechnet Rudolf diesmal mit einer höheren Wahlbeteiligung.

Tausende nutzen Zentrale Briefwahlstelle

Das Angebot der Zentralen Briefwahlstelle auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz ist demnach bislang von rund 14.000 Wahlberechtigten genutzt worden. Dort kann man die Briefwahlunterlagen unabhängig vom Wohnortbezirk beantragen und gleich vor Ort wählen. Wer jetzt noch per Brief wählen möchte, sollte möglichst vor Ort in seiner Wahldienststelle oder in der Zentralen Briefwahlstelle die Unterlagen beantragen. Der rote Wahlbrief muss spätestens am Wahlsonntag bis 18 Uhr bei der Bezirkswahlleitung eingegangen sein.

Briefwahlstimmen werden erst am Wahltag gezählt

Wer seine Briefwahlunterlagen noch nicht erhalten hat, sollte umgehend in seiner Wahldienststelle einen Ersatzwahlschein mit Briefwahlunterlagen anfordern. Wer Briefwahlunterlagen beantragt hat, kann am Wahltag nicht mit seiner Wahlbenachrichtigung im Wahllokal wählen, denn die Ausgabe von Briefwahlunterlagen wird im Wahlberechtigtenverzeichnis vermerkt. Die Auszählung der Briefwahlstimmen erfolgt - wie die der Stimmzettel aus den stadtweit 1.283 Wahllokalen - erst am Wahltag, dem 23. Februar, nach 18 Uhr.

Briefwahl wird immer beliebter

In Hamburg hat bei den Europa- und Bezirkswahlen im vergangenen Jahr mehr als jeder fünfte Stimmberechtigte einen Antrag auf Briefwahl gestellt. Im ursprünglichen Sinn sollte die Briefwahl Menschen helfen, die am Wahltag verhindert sind, weil sie zum Beispiel verreisen oder aufgrund von Krankheit nicht zur Wahlurne gehen können. Wählerinnen und Wähler brauchen inzwischen aber keine Gründe mehr anzugeben, um per Brief zu wählen. Damit ist die Briefwahl grundsätzlich für jede bei der Bürgerschaftswahl stimmberechtigte Person möglich.

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