Stand: 26.12.2017 09:04 Uhr

Historisches Ledigenheim wird saniert

Das historische Ledigenheim in der Hamburger Neustadt wird für rund 17 Millionen Euro saniert. Das Wohnhaus für alleinstehende Männer erhält Gelder vom Bund, der Stadt und der Ros-Stiftung in Hamburg. Es gehe bei Erhalt und Ausbau eines der ältesten Hamburger sozialen Wohnprojekte darum, im Alter bezahlbar wohnen und in Würde leben zu können, sagte Falko Droßmann, Bezirkschef in Mitte.

Altengerechter Umbau finanziert

Die 17 Millionen Euro werden für die Reparatur des Daches, den Einbau eines Fahrstuhls und altengerechter Sanitärräume gebraucht. Außerdem soll das Haus in der Rehhoffstraße nahe der Michel-Wiese ein kultureller Veranstaltungsort werden.

Deutschlandweit gibt es nur noch in München solch eine Einrichtung. 2009 dann verkaufte der Bauverein zu Hamburg, eine Aktiengesellschaft, das Wohnheim an einen dänischen Investor. Als der das Wohnheim dann zu modernen Appartements umbauen wollte, verhinderte die Stadt das mit der sozialen Erhaltungsverordnung, die günstigen Wohnraum schützt.

Stiftung rettet das Ledigenheim

Die gemeinnützige Ros-Stiftung, eine Initiative von Bürgern, kaufte dem dänischen Investor das Haus wieder ab und rettete es so. Sie will damit dauerhaft günstigen Wohnraum mitten in der Stadt sichern. Angesichts vieler armer Wohnungssuchender im teuren Hamburg sei dies nötiger denn je. Das Ledigenheim wird seit 1912 genutzt. Jahrzehntelang vor allem von Seeleuten und Hafenarbeitern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.12.2017 | 10:00 Uhr

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