Stand: 16.04.2018 08:20 Uhr

Hilfe statt Miete: Projekt bald auch in Hamburg

Die Wohnung ist längst zu groß geworden, der Haushalt und das Einkaufen machen Mühe: So geht es wohl vielen älteren Menschen - auch in Hamburg. Auf der anderen Seite fällt es vielen Studierenden oder Auszubildenden schwer, eine Wohnung zu finden. In vielen deutschen Städten gibt es ein Projekt namens "Wohnen für Hilfe", das beide Seiten zusammenbringen soll. SPD und Grüne wollen es nun auch in Hamburg etablieren: Bis Ende Oktober soll der Senat dafür ein Konzept ausarbeiten, fordern beide Parteien in einem Bürgerschaftsantrag.

Junge Helfer müssen sich nur an Nebenkosten beteiligen

Das Projekt ist eine Art von Tauschgeschäft für jung und alt: Der ältere Mensch lässt einen Studenten oder einen Auszubildenden bei sich einziehen und der hilft ihm dann im Haushalt oder geht für ihn einkaufen. Pro Quadratmeter Wohnfläche muss der Jüngere dem Älteren dann eine Stunde zur Seite stehen - bei einem 20 Quadratmeter großen Zimmer also 20 Stunden pro Monat. Ausdrücklich ausgeschlossen in dem Konzept sind pflegerische Tätigkeiten wie Waschen oder Anziehen. Der Vorteil für die jungen Helfer: Sie müssen sich nur an den Nebenkosten für die Wohnung beteiligen - Miete wird nicht fällig.

In Städten wie Hannover, Kiel, Bremen und Göttingen gibt es das Projekt schon. In Kiel gibt es zum Beispiel bereits 70 Wohn-Partnerschaften zwischen jung und alt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.04.2018 | 09:00 Uhr

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