Stand: 29.08.2020 06:37 Uhr

Hapag-Lloyd unterstützt mögliche Hafen-Kooperation

Die beiden größten Hafenbetreiber an der deutschen Nordsee-Küste, die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und Eurogate, verhandeln seit ein paar Wochen über eine mögliche Kooperation. Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) und die norddeutschen Länder unterstützen das - und nun gibt es auch von Hapag-Lloyd, der größten deutschen Reederei, Rückenwind.

Hapag-Lloyd: Konkurrenten sind Rotterdam und Antwerpen

Der Wettbewerb sollte nicht zwischen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven ausgefochten werden, sagte Hapag-Lloyd-Vorstandschef Rolf Habben Jansen im Gespräch mit NDR 90,3. Die wahren Konkurrenten für Norddeutschland seien Rotterdam und Antwerpen. Deshalb begrüße er, dass sich die norddeutschen Länder und auch die beiden größten Hafenbetreiber aufeinander zu bewegen, so Habben Jansen.

Habben Jansen fürchtet keine Preissteigerung

"Wir können uns vorstellen, dass wir künftig von Asien oder Nordamerika kommend zuerst mit unseren großen Schiffen in Wilhelmshaven anlegen - und nicht zuerst in den Niederlanden oder in Belgien", so Habben Jansen. Bislang müssen Megafrachter zuerst in anderen Häfen Container löschen, bevor sie die Weser oder die Elbe hinauf kommen. Die Möglichkeit, dass die Preise bei so einer Kooperation steigen, weil es kaum noch Konkurrenz innerhalb Deutschlands gibt, fürchtet Habben Jansen nicht.

Hapag-Lloyd ist mit seinen Partnern in einer Reedereiallianz für mehr als die Hälfte des Umschlags im Hamburger Hafen verantwortlich.

VIDEO: Made in Norddeutschland - Hapag-Lloyd (43 Min)

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.08.2020 | 07:00 Uhr

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