Stand: 22.03.2019 20:54 Uhr

Hapag-Lloyd steigert Gewinn und Umsatz

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Ist wie seine Reederei auf Kurs: Das Hapag-Lloyd-Containerschiff "Guayaquil Express" fährt in den Hamburger Hafen ein.

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd rechnet in diesem Jahr mit einem höheren Gewinn als 2018. Für das vergangene Jahr zahlt das Unternehmen vom Ballindamm seinen Aktionären eine Dividende von 15 Cent. Rund 3,6 Millionen Euro bekommt allein die Stadt Hamburg als einer der größten Anteilseigner ausgezahlt. Das ist aber nur rund ein Viertel dessen, was Hapag-Lloyd seinen Aktionären im vergangenen Jahr überwiesen hat - und das, obwohl die Geschäfte zunehmend besser laufen.

Mehr Container transportiert, mehr Umsatz

Die Menge der transportierten Container ist um rund 20 Prozent gestiegen, der Umsatz um 15 Prozent. Unter dem Strich hat Hapag-Lloyd 46 Millionen Euro verdient, so Vorstandschef Rolf Habben Jansen: "Das erste Halbjahr war schwierig, das zweite Halbjahr deutlich besser." Unter dem Strich schneide Hapag-Lloyd besser ab als die Konkurrenz. "Da muss man zufrieden sein."

Hapag-Lloyd investiert vorerst nicht in noch größere Schiffe

Für das laufende Jahr traut sich Hapag-Lloyd zu, den Gewinn vor Steuern und Zinsen zu verdoppeln. Mit hohen Investitionen - etwa in noch größere Schiffe mit Platz für 24.000 Container - hält sich die Hamburger Reederei erneut zurück. "Natürlich muss man sich irgendwann wieder anschauen, wann man Schiffe ersetzen muss. Aber das ist im Moment nicht aktuell."

Schwefelarmer Treibstoff ab 2020 Pflicht

Zehn Jahre nach Beginn der schweren Schifffahrtskrise hat sich der Markt etwas beruhigt, doch bleibt die Lage fragil. Zölle und neue Handelsbarrieren könnten den Welthandel bremsen. Zudem müssen die Containerschiffe ihren Ausstoß von Schadstoffen reduzieren. Fest im Blick hat Hapag-Lloyd deshalb das Datum 1. Januar 2020. Dann gelten weltweit die strengeren Regeln für Abgase, die Schiffe müssen schwefelarmen Treibstoff bunkern: "Die laufenden Kosten werden steigen", sagt Rolf Habben Jansen. Der neuer Treibstoff sei etwa 250 Euro pro Tonne teurer. Das macht im Schnitt rund 90 Euro mehr pro Container auf der Strecke Asien-Europa - Kosten, die am Ende auf die Verbraucher umgelegt werden dürften.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.03.2019 | 14:00 Uhr

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