Stand: 18.07.2019 06:29 Uhr

Hansaplatz wird von 16 Kameras überwacht

Der Hansaplatz im Stadtteil St. Georg gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte in Hamburg - mit Straftaten wie Raub, Diebstahl, Körperverletzung sowie Sexual- und Drogendelikten. Um das einzudämmen, wird der Platz unweit des Hauptbahnhofes seit Mittwochabend videoüberwacht.

Grote: Polizei kann schnell reagieren

"Die Bilder laufen im örtlichen Polizeikommissariat 11 auf. Der Platz wird im Blick gehalten und es kann sehr schnell auf Entwicklungen reagiert werden", sagte Innensenator Andy Grote (SPD) im Gespräch mit NDR 90,3. "Wenn man sieht, da bildet sich ein Konflikt, eine Eskalation, können entsprechend Polizeikräfte gesteuert und unmittelbar tätig werden." Aufgezeichnet werden die Bilder ab dem 1. August, so Grote. Sie sollen nach 30 Tagen gelöscht werden, wenn sie keine Beweismittel sind. Private Bereiche werden gepixelt.

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Mit insgesamt 16 Kameras wird nun der Hansaplatz überwacht.

"Wir können zielgenauer auf die konkrete Situation, wie sie sich auf dem Platz darstellt, reagieren, weil wir es immer im Blick haben, ohne dass wir die ganze Zeit Polizeipräsenz auf dem Platz haben müssen", so Grote. "Die haben wir ja jetzt bisher zum Teil, aber eben nicht den ganzen Tag und auch nicht die ganze Nacht." Mit den Kameras habe man nun immer eine aktuelle Lage vom Hansaplatz und könne sehr schnell reagieren. Der grüne Koalitionspartner tat sich mit diesem Konzept schwer. Grote geht jedoch davon aus, "dass das alles mitgetragen wird".

Nicht die erste Videoüberwachung am Hansaplatz

2009 wurde die Videoüberwachung des Hansaplatzes nach zwei Jahren wegen Protesten von Anwohnern eingestellt. Jetzt ist sie wieder angelaufen - mit neuer Technik und neuem Konzept.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.07.2019 | 06:00 Uhr

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