Stand: 25.04.2019 14:52 Uhr

Hamburgs Steuerfahnder machen fette Beute

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Die rund 80 Fahndungsprüfer in Hamburg prüfen - meist nach Hinweisen von Dritten - Steuererklärungen nach (Symbolfoto) .

Die rund 80 Hamburger Fahndungsprüfer haben im vergangenen Jahr Nachzahlungen in Höhe von 113 Millionen Euro festgestellt. Diese Summe sei von Firmen und Privatpersonen eingefordert worden, teilte die Finanzbehörde am Donnerstag mit.

91,5 Millionen mehr als 2017

Mit der aktuellen Zahl liegen die Steuerfahnder rund 91,5 Millionen Euro über der Summe des Vorjahres. Grund dafür seien einige besonders große Fälle, so die Finanzbehörde. Allein in einem einzigen Fall sei eine Nachzahlung von 34,4 Millionen Euro festgestellt worden. Der zweithöchste, nachgeforderte Betrag lag den Angaben zufolge bei 20,8 Millionen Euro.

Der Großteil der Forderungen sei im Bereich der Umsatzsteuer geltend gemacht worden. So müssen allein Hamburger Unternehmen etwa 91,7 Millionen Euro nachzahlen.

204 rechtskräftige Urteile und Strafbefehle

Zusätzlich zu den Nachforderungen konnte das Finanzamt für Prüfungsdienste und Strafsachen 828 Strafverfahren und 946 Bußgeldverfahren abschließen. Das Resultat: 204 rechtskräftige Urteile und Strafbefehle, die Freiheitsstrafen von 69 Jahren und Geldstrafen von rund 900.000 Euro nach sich gezogen haben. Hinzu kommen laut Finanzbehörde Geldauflagen und -bußen in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.04.2019 | 17:00 Uhr

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