Stand: 26.06.2018 19:17 Uhr

Hamburgs Schüler sollen besser schreiben

Hamburgs Schüler haben Probleme mit der Rechtschreibung. Im letzten Ländervergleich von 2016 konnten sich die Hamburger Schüler in der Rechtschreibung nur vom 15. auf den 14. Platz verbessern. "Wir müssen und wir wollen besser werden", sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag und stellte im Rathaus dazu mehrere Maßnahmen vor. Unter anderem sollen mehr Schulstunden für Rechtschreibunterricht angesetzt werden. Rechtschreibung sei nichts, was sich Bildungsbürger ausdächten, sondern eine Kernkompetenz, sagte Rabe.

Basis-Wortschatz soll vermittelt werden

Der Schulsenator räumte ein, dass diesem Thema wohl zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Dabei hatte Rabe den Schulen bereits vor vier Jahren ein Maßnahmenpaket verordnet. Dazu gehörte ein sogenannter Basis-Wortschatz von fast 800 Modellwörtern. Maßgebliche Verbesserungen brachte das nicht.

Nach den Sommerferien gibt es also für die Lehrer in den Grundschulen weitere Vorgaben: Mindestens ein Sechstel der Zeit muss in Deutsch dann für den Rechtschreibunterricht genutzt werden. Dazu kommen zwei zusätzliche Rechtschreib-Klassenarbeiten. Die Lehrkräfte bekommen einen Musterlehrplan an die Seite gestellt.

Neue Tests sollen eingeführt werden

Jährlich sollen mithilfe von neuen Tests die Rechtschreibleistungen der Schüler überprüft werden. Die jahrelang beliebte Methode, nach der Schüler nach Gehör drauflos schreiben durften, sei schon länger verboten, machte der Senator deutlich. Fehler müssten jederzeit und immer korrigiert werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.06.2018 | 17:30 Uhr

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