Stand: 07.10.2019 17:51 Uhr  - NDR 90,3

Hamburgs Rote Flora ist seit 30 Jahren besetzt

Das autonome Kulturzentrum Rote Flora gibt es nun seit 30 Jahren. Eröffnet wurde es am 23. September 1989 und eigentlich sollte es nur sechs Wochen bestehen, das sah ein Vertrag mit der Stadt Hamburg vor. Aber die Aktivistinnen und Aktivisten übergaben das Gebäude am Schulterblatt nicht wie vereinbart, sondern sie blieben und besetzten das ehemalige Flora Theaters im Schanzenviertel.

Immer wieder Räumung gefordert

In den vergangenen Jahrzehnten hatte vor allem die CDU - und zuletzt auch die AfD - mehrfach die Räumung des selbst verwalteten Kulturzentrums gefordert. Vor allem nach den Krawallen am Rande des G20-Gipfels. Denn, so etwa die Argumentation des CDU-Innenpolitikers Dennis Gladiator, ohne die Flora sei diese Gewalt nicht möglich gewesen. Aber seit diesen Ausschreitungen im Schanzenviertel gab es vor der Flora aber keine Aktionen dieser Art mehr.

Rote Flora engagiert sich gegen Rechtsruck

Heute stünden laut Flora-Sprecher Klaus Waltke andere Themen im Fokus, vor allem "der politische Rechtsruck, den es heute gibt". Die Flora engagiert sich beispielsweise mit dem Hamburger Bündnis gegen Rechts gegen rechte Strömungen in der Gesellschaft.

Außerdem gehe es laut Waltke um den Kampf gegen die Gentrifizierung in Hamburg. "Darüber hinaus wünschen wir uns eine Strahlkraft in die gesamte Gesellschaft, es sollte mehr Zentren wie die Rote Flora geben, zum Beispiel ein autonomes Zentrum im Hamburger Osten", sagte Waltke.

VIDEO: Darum geht's: Rote Flora (3 Min)

Weitere Informationen
Hunderte Menschen ziehen bei einer Demonstration durchs Schanzenviertel. © dpa-Bildfunk Foto: Markus Scholz

Linke Mai-Demos in Hamburg enden friedlich

Begleitet von einem Polizei-Großaufgebot sind mehrere Tausend Menschen bei linksextremen Demonstrationen zum 1. Mai durch Hamburg gezogen. Es gab keine größeren Zwischenfälle. (01.05.2019) mehr

Rote Flora.

G20-Fazit: CDU und AfD fordern Flora-Schließung

Nach knapp einem Jahr G20-Sonderausschuss hat die Hamburgische Bürgerschaft über die Ergebnisse gestritten. CDU und AfD forderten erneut die Schließung der Roten Flora. (26.09.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Kulturjournal | 07.10.2019 | 19:05 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Teilnehmer der "Fridays for Future"-Großdemonstration laufen durch die Hamburger Innenstadt. © picture alliance/dpa Foto: Axel Heimken

Tausende Menschen bei "Fridays for Future" in Hamburg

Drei Protestzüge und massive Staus in der Innenstadt: Tausende Menschen sind mit "Fridays for Future" in Hamburg auf die Straße gegangen. Die Veranstalter sprechen von 16.000 Teilnehmenden. mehr

Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

119 neue Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

Es ist der größte Anstieg an Corona-Fällen innerhalb eines Tages seit Mitte April: Seit Donnerstag sind in Hamburg 119 neue Corona-Fälle registriert worden. mehr

Ein umgekippter Kranwagen blockiert die A23 bei Eidelstedt. © TV Elbnews

Autokran auf der A23 umgekippt

Auf der Autobahn 23 ist ein 60 Tonnen schwerer Autokran umgekippt. Die Aufräumarbeiten gestalteten sich schwierig. Die Fahrbahn bei Hamburg-Eidelstedt wurde gesperrt. mehr

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bei einem Pressetermin zur Fortsetzung der 2017 vereinbarten Smart-City-Partnerschaft. © NDR Foto: Reinhard Postelt

Ziel Modellstadt: Hamburg weiter mit Partner Bahn

Hamburg und die Deutsche Bahn wollen den Nahverkehr digitalisieren. Bürgermeister Tschentscher und Bahn-Vorstand Pofalla unterzeichneten die Smart-City-Partnerschaft. mehr