Carsten Brosda © dpa Foto: Maja Hitij

Hamburgs Kultursenator schlägt Künstler-Kurzarbeitergeld vor

Stand: 23.12.2020 07:45 Uhr

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) will sich für eine neue Form der solidarischen Absicherung für selbstständige Künstler und Künstlerinnen einsetzen. Das bestätigte die Kulturbehörde auf Anfrage von NDR 90,3.

Geht es nach dem Vorschlag von Brosda, soll eine Art Arbeitsversicherung entwickelt werden. Mit ihr könne man dann Phasen versichern, in denen kein Einkommen da sei, so der Kultursenator. Schon lange stand diese neue Form der solidarischen Absicherung für selbstständige Künstler und Künstlerinnen auf der Agenda der Kulturbehörde. Jetzt, in der Corona-Krise, wolle man sich noch einmal mit Nachdruck für eine neue Regelung einsetzen.

In der Diskussion mit Arbeitsmarktexperten

Zur Zeit werden verschiedene Möglichkeiten mit Arbeitsmarktexperten diskutiert. Wegen der Corona-Pandemie können Künstlerinnen und Künstler seit März 2020 kaum bis gar nicht mehr arbeiten. Theater, Konzertsäle und Kinos waren bereits im ersten Lockdown monatelang geschlossen und sind nach einer kurzen vorsichtigen Öffnung unter Corona-Regeln seit November wieder zu.

Als Solo-Selbständige stehen Künstlerinnen und Künstler deshalb meist komplett ohne Einkommen da. Aus Hamburg und Berlin gab es seitdem Soforthilfen, geförderte Auftritte und andere Hilfsfonds.

Weitere Informationen
Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.12.2020 | 08:00 Uhr

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