Karin Beier, Christoph Lieben-Seutter und Alan Gilbert (v.l.). © picture alliance Foto: Montage

Hamburgs Kulturschaffende appellieren an den Bürgermeister

Stand: 21.11.2020 07:24 Uhr

In einem offenen Brief an den Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) haben die Verantwortlichen der großen Hamburger Kultureinrichtungen mehr Engagement für die Kultur in der Corona-Krise gefordert.

Tschentscher solle sich beim Treffen mit der Kanzlerin dafür einsetzen, dass Kultur- und Bildungseinrichtungen wieder öffnen. Es könne nicht sein, dass der Einkauf in Kaufhäusern stärker gewichtet wird als die Versorgung mit Bildung, Kunst und Kultur. Außerdem habe man während des ersten Lockdowns viel Zeit und Energie eingesetzt, um gefahrlos Kulturerlebnisse zu ermöglichen. Die Kultur solle daher wie Kirchen und andere Religionsgemeinschaften behandelt werden. "Auch wir wollen Freude, Zuversicht und Trost spenden. Wir wollen dem 'weniger Kontakt' ein 'mehr Zuwendung' an die Seite stellen."

Brosda: "Sobald die Infektionswelle gebrochen ist"

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) erklärte in einer ersten Reaktion, es würden immer wieder die Bedeutung der Kultur und die Notwendigkeiten des Infektionsschutzes gegeneinander abgewogen. "Sobald die Infektionswelle gebrochen ist, müssen die Kulturorte wieder geöffnet werden", so Brosda weiter.

Zu den Unterzeichnern des Appells gehören unter anderem Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant Elbphilharmonie und Laeiszhalle, NDR-Chefdirigent Alan Gilbert, Generalmusikdirektor Kent Nagano, Thalia-Intendant Joachim Lux, Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier, Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard, Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Filmfest-Leiter Albert Wiederspiel.

Gespräche am Mittwoch

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.11.2020 | 07:00 Uhr

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