Tanja Chawla, Vorsitzende der DGB Hamburg, bei der Mai-Kundgebung 2022 am Hamburger Fischmarkt © NDR Foto: Screenshot

Hamburgs DGB-Chefin kündigt "harte Tarifrunden" an

Stand: 07.01.2023 11:29 Uhr

Die Gewerkschaften in Hamburg fordern deutlich mehr Geld für die Beschäftigten. Tanja Chawla, Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hamburg rechnet in den kommenden Wochen mit harten Tarifverhandlungen. Im Öffentlichen Dienst rechnet der Beamtenbund mit Streiks.

"Im Moment haben die Kolleginnen und Kollegen weniger Geld im Portemonnaie. Da braucht es schnell einen Ausgleich, damit wir die Kaufkraft erhalten",, sagte die Gewerkschafterin der "Welt am Sonntag". Wenn Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) nur 1,5 Prozent für Tariferhöhungen in den Haushalt einplane, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser zu bezahlen, entlocke ihr das nicht mal "ein müdes Lächeln". Gleichzeitig kritisiert Chawla, dass viele Unternehmen die höheren Preise dazu genutzt hätten, ihre Gewinne auszuweiten.

Beamtenbund droht mit Streiks

Nicht nur in Hamburg sondern bundesweit liegen Arbeitgeber und Gewerkschaften weit auseinander. In der "Rheinischen Post" hat der Chef des Deutschen Beamtenbunds Ulrich Silberbach, mit Streiks der Beschäftigten gedroht. Die Tarifverhandlungen für die 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen beginnen am 24. Januar - also in zweieinhalb Wochen. Die Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 500 Euro mehr Monat.

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Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch und blättert in einem Ordner. © picture alliance / dpa Themendienst Foto: Christin Klose

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Fast jeder vierte Beschäftigte im öffentlichen Dienst erlebt laut einer Studie Gewalt. Der DGB in Hamburg fordert den Senat zum Handeln auf. (27.06.2022) mehr

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.01.2023 | 12:00 Uhr

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Gewerkschaften

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