Hamburger und Lübecker Bischöfin Kirsten Fehrs wiedergewählt

Stand: 06.06.2021 20:01 Uhr

156 Landessynodalen der Evangelisch-Lutherischen Kirche wählten am Sonnabend in der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg ihre neue Bischöfin. Einzige Kandidatin: die auch bis dahin amtierende Bischöfin Kirsten Fehrs.

Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, Kirsten Fehrs, ist am Samstag im Amt bestätigt worden. Die 59-Jährige wurde mit den Stimmen von 141 der 145 teilnehmenden Landessynodalen wiedergewählt. Sie war die einzige Kandidatin. Fehrs habe die Absicht, das Amt bis zu ihrem Ruhestand in acht Jahren wahrzunehmen, teilte die Nordkirche mit. Die reguläre Amtszeit beträgt zehn Jahre.

Wahlübertragung per Livestream aus dem Michel

"Kirsten Fehrs hat sich mit ihrem gesellschaftlichen Engagement zur Stärkung der demokratischen Kultur und im interreligiösen Dialog sowie mit ihrem Einsatz für Flüchtlinge und für Seeleute viel Anerkennung erworben", sagte die Präses der Landessynode, Ulrike Hillmann. Die Verkündung des Wahlergebnisses fand am Sonnabend um 19.30 Uhr in Form einer Live-Übertragung aus dem Michel statt.

Emotionale Rede

"Ich bin echt überwältigt", sagte Fehrs. In einer emotionalen Rede hatte Fehrs von der Glaubensgeschichte ihrer Familie berichtet und angekündigt, den Vertrauensraum Kirche stärken oder wiederherstellen zu wollen. Fehrs möchte die evangelische Kirche als Dialogpartnerin für Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur sowie andere Religionen weiter profilieren.

Wichtige Stimme innerhalb der EKD

Die zehn Jahre als Bischöfin von Hamburg und Lübeck hätten sie vor allem beim Thema sexualisierte Gewalt in Sprache, Denken und Theologie verändert, sagte Fehrs. Kirsten Fehrs ist in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stimme innerhalb der evangelischen Kirche geworden. Sie wird auch als mögliche Nachfolgerin des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm gehandelt. 

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 05.06.2021 | 19:30 Uhr

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