Stand: 17.03.2019 07:33 Uhr

Hamburger Umweltbehörde kein leuchtendes Vorbild

Knapp 20.000 Leuchtstofflampen sollen in Hamburg in den kommenden Jahren beschafft werden. Und zwar für sämtliche von der Stadt genutzten Gebäude. Doch nur ein Bruchteil davon sind besonders sparsame LED-Leuchten. Den Unternehmensberater Klaus Kioschos stört das.

Beleuchtung an einer Decke.

Diskussion um Leuchtmittel in Behörden

Hamburg Journal -

Knapp 20.000 Leuchtstofflampen sollen in den kommenden Jahren für von der Stadt genutzte Gebäude beschafft werden. Nur ein Bruchteil davon sind besonders sparsame LED-Leuchten.

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Er berät neben privaten Firmen auch die öffentliche Hand und ist durch seinen Beruf auf das Thema gestoßen. Ihn ärgert es aber vor allem als Hamburger Steuerzahler: "Wenn die Stadt Hamburg auf LED-Leuchten umstellen würde in ihrer Ausschreibung, hätte sie die Möglichkeit, täglich zwei Tonnen CO2-Emissionen zu vermeiden und mindestens 18.000 Euro zu sparen". Und das laut Kioschos' Berechnungen täglich.

Warum nicht überall?

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Unternehmer Klaus Kioschos fordert, dass die Stadt Hamburg auf umweltfreundliche LED-Leuchten umrüstet.

Doch warum werden dann in den Gebäuden der Stadt nicht längst überall LEDs eingesetzt? Ob Schule oder Polizei - jede Hamburger Dienststelle wählt ihre Leuchtmittel selbstständig aus einer Art Katalog. Den erstellt die Finanzbehörde. Doch sind nur wenige der Leuchtmittel im Katalog LEDs. Alles andere wäre aus Sicht der Behörde zu riskant. Claas Ricker, Sprecher der Finanzbehörde: "Sie können nicht in jede konventionelle Lampe auch ein LED-Leuchtmittel reinschrauben, zum Teil gibt es Haftungsrisiken, es sind Umbauten nötig."

Unproblematischer Umbau

Ob der Wechsel von konventionellen auf LED-Leuchtmittel wirklich so schwierig ist, weiß Hans-Jürgen Welsch. Er hat mit dieser Frage fast täglich zu tun. Als Energieexperte hilft er kleinen und mittleren Unternehmen Energie einzusparen. "Im Normalfall ist es kein Problem, Leuchtstoffröhren gegen LED-Röhren auszutauschen. Das ist eine Geschichte, die man in zwei Minuten erledigen kann". Nach Welschs Erfahrung sind in den meisten Gebäuden Leuchtstoffröhren älteren Typs verbaut. Deren Umbau sei in aller Regel unproblematisch. Und die dafür anfallenden Kosten ließen sich durch die Energieeinsparung relativ schnell wieder hereinholen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 14.03.2019 | 19:30 Uhr

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