Stand: 27.09.2019 11:47 Uhr

Hamburger UKE startet große Genom-Studie

Mithilfe einer detaillierten Analyse des Erbguts wollen Wissenschaftler am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mehr über die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfahren. Dazu starten sie mit Unterstützung der Kühne-Stiftung ein neues Forschungsprojekt, das nach Angaben des Klinikums das bisher größte dieser Art im deutschsprachigen Raum ist.

9.000 Proben sollen untersucht werden

9.000 genetische Proben von Probanden und Patienten des UKE sollen entschlüsselt und untersucht werden. Die Forscher hoffen, dass durch die Erkenntnisse Krankeiten in Zukunft früher erkannt werden können, wie Stefan Blankenberg, Leiter des Herz- und Gefäßzentrums am UKE, NDR 90,3 sagte.

Neue Behandlungsmethoden gesucht

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Die Wissenschaftler wollen Erbgut analysieren, um mehr über die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erfahren.

Herz-Kreislauf-Krankheiten werden unter anderem durch genetische Veränderungen ausgelöst. Das Zusammenspiel zwischen Genen und äußeren Einflüssen sei aber nur unzureichend bekannt, hieß es. Mithilfe des neuen Forschungsvorhabens wollen die Mediziner Wege zu neuen Behandlungsmethoden finden. An dem Projekt sind zwei Schweizer Partner beteiligt, die Hochgebirgsklinik Davos und das Universitätsspital Zürich.

Für den Unternehmer und Stifter Klaus-Michael Kühne ist das Forschungsprojekt eine Herzensangelegenheit. Er war vor drei Jahren Patient im UKE und ist seitdem mit den Herzspezialisten im Gespräch. Die Kühne-Stiftung unterstützt das auf fünf Jahre angelegte Forschungsprogramm mit 12,5 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.09.2019 | 12:00 Uhr

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