Menschenleer ist das Fitnessstudio des Eimsbütteler Turnverbands (ETV). © dpa Foto: Daniel Reinhardt

Hamburger Sportvereine fürchten Probleme durch 2G-Plus-Regel

Stand: 03.01.2022 17:10 Uhr

Die Sportvereine in Hamburg befürchten massive Probleme bei einer Einführung der 2G-Plus-Regel. Der Senat will am Dienstag darüber beraten, ob Indoor-Sportangebote künftig nur noch mit tagesaktuellem Test möglich sind.

Der Vorsitzende des Walddörfer SV Ulrich Lopatta bezeichnet 2G-Plus im Sportverein als unverhältnismäßig. Der Sport sei kein Pandemietreiber. Wenn Geimpfte und Genesene künftig nur noch mit einem negativen Corona-Test in die Sportkurse dürften, würden diese wohl kürzer werden, denn durch die zusätzlichen Kontrollen gehe viel Zeit verloren, so Lopatta. Viele Breitensportler und -sportlerinnen müssten zudem wohl ganz auf ihr Training verzichten, da es aktuell nicht ausreichend Testmöglichkeiten gebe.

Vereine wollen eigene Testzentren einrichten

Ein Problem, das auch der Geschäftsführer der Hamburger Turnerschaft von 1816 (HT16), Andreas Wolf, sieht. Der Sportverein in Hamm will deshalb - wie andere Vereine auch - wieder ein eigenes Testzentrum einrichten. Das ist aber wohl frühestens ab Februar möglich. Martin Hildebrandt, Geschäftsführer des SV Eidelstedt, bezeichnet 2G-Plus deshalb als Lockdown für den Sport durch die Hintertür. Die Vereine hoffen nun, dass es zumindest für Kinder und für bereits dreifach Geimpfte Ausnahmen geben wird - und dass wenigstens diese Personengruppe weiter ohne einen Corona-Test zum Sport darf.

Keine Testpflicht für Geboosterte?

Angesichts einer Inzidenz von inzwischen weit über 400 in Hamburg will der Senat am Dienstag über eine zusätzliche Testpflicht für Geimpfte und Genesene bei Veranstaltungen und im Indoor-Breitensport beraten. Möglicherweise würde das aber nicht für bereits geboosterte Menschen gelten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 03.01.2022 | 17:00 Uhr

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