Hamburger Sommerdom nach langer Corona-Pause wieder geöffnet

Stand: 30.07.2021 16:53 Uhr

Trotz wieder steigender Corona-Zahlen ist am Freitag der Hamburger Sommerdom eröffnet worden. Allerdings gibt es einige Auflagen für Besucherinnen und Besucher.

Nach eineinhalb Jahren Corona-Zwangspause können Hamburgerinnen und Hamburger sowie Touristinnen und Touristen wieder Achterbahn, Autoscooter und Karussell auf dem Heiligengeistfeld fahren. Der Hamburger Sommerdom öffnete seine Tore für vollständig geimpfte, genesene oder getestete Besucherinnen und Besucher. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) durchtrennte zum Start symbolisch das Band am Eingang.

Besucherzahl begrenzt

Die Zahl der Besucherinnen und Besucher auf dem Dom ist begrenzt. Zwischen 7.000 und 9.500 Personen sind dem Sicherheitskonzept zufolge erlaubt. Die Anzahl kann laut Dom-Referat aber auch wieder reduziert werden, wenn es nötig ist. Das sei eine der Stellschrauben, mit der das Hygienekonzept verschärft werden könne. Die Nachfrage ist da. Bislang gibt es den Angaben zufolge bereits etwa 50.000 Reservierungen.

Kostenlose Tickets online buchen

Ganz spontane Besuche sind nicht möglich. Es gibt ein Online-Ticketsystem. Dort müssen Besucherinnen und Besucher sich registrieren und können kostenlos Zeitfenster von jeweils drei Stunden buchen. Der Sommerdom dauert bis zum 29. August.

Ein Drittel weniger Schausteller

184 Schaustellerinnen und Schausteller stehen mit ihren Buden und Fahrgeschäften auf dem eingezäunten Gelände. Das ist etwa ein Drittel weniger als sonst - um Abstände gewährleisten zu können. Wegen der Pandemie war der Dom vier Mal abgesagt worden.

Maskenpflicht auf dem Dom

Auf dem Dom gilt eine Maskenpflicht für alle Besucherinnen und Besucher ab sieben Jahren. Für Kinder von 7 bis 13 Jahren reicht eine Alltagsmaske, ab 14 Jahren muss eine medizinische Maske getragen werden. Alkohol gibt es auf dem Gelände nur mit einem festen Sitzplatz. Und wer sich beispielsweise eine Tüte gebrannte Mandeln oder eine Bratwurst kauft, darf die Schutzmaske zum Essen kurz abnehmen.

Einbahnstraßensystem und Kontaktnachverfolgung

Es gibt außerdem ein Einbahnstraßensystem und Leitlinien für Warteschlangen. Überall, wo es in die Buden reingeht und enger wird, zum Beispiel zum Essen oder bei den typischen Spielautomaten mit Greifarm, wird das Dom-Ticket noch einmal extra eingescannt. Für die Kontaktverfolgung, falls es einen Corona-Fall geben sollte. Außerdem wurden 300 Handwasch- und Hygiene-Stationen aufgebaut.

Die Schaustellerinnen und Schausteller sowie Hamburgs Wirtschaftsbehörde hoffen auf ein geordnetes Volksfest, dass eine Blaupause für sichere Großveranstaltungen in Pandemie-Zeiten sein könnte.

Weitere Informationen
Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.07.2021 | 08:00 Uhr

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