Hamburger Schulausbau soll auch Klimaschutz vorantreiben

Stand: 17.12.2020 14:16 Uhr

Hamburgs Schulen sollen den Klimaschutz in Hamburg ein großes Stück voranbringen. Schul- und Finanzbehörde haben dazu am Donnerstag ein Millionen-Programm vorgestellt.

Viele Schulen sollen künftig den Strom, den sie verbrauchen, selbst produzieren. Dazu soll auf jeden geeigneten Schul-Neubau eine Photovoltaik-Anlage gesetzt werden. In Verbindung mit Wärmepumpen und Heizenergie aus Luft oder Boden kommen die neuen Gebäude dann ganz ohne klimafeindliche Brennstoffe aus - so plant es Schulbau Hamburg. Das Tochter-Unternehmen der Stadt wird in den kommenden zehn Jahren 44 neue Schulen bauen.

"Eine Konjunktur-Lokomotive"

Dazu kommen 100 Sanierungen und 120 Schulerweiterungen. "Der Klimaschutz profitiert vom Wumms beim Schulbau", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). "Er ist eine Konjunktur-Lokomotive." Auf den Dächern sollen bis 2023 auf einer Fläche von etwa 100.000 Quadratmetern Solaranlagen installiert sein.

Bereits in den vergangenen Jahren waren in der Hansestadt zahlreiche Schulen so saniert beziehungsweise neu gebaut worden, dass mehr Energie eingespart werden konnte. Langfristig soll auf diese Weise der CO2-Ausstoß von Hamburgs Schulgebäuden von derzeit rund 95.000 Tonnen jährlich auf 63.000 Tonnen im Jahr reduziert werden.

Zuschuss aus Corona-Programm

Insgesamt vier Milliarden Euro werden noch bis 2030 investiert. Indirekt trägt auch Corona dazu bei: Ein Zuschuss von 90 Millionen Euro kommt aus dem "Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramm". Es soll die Corona-Folgen für die Wirtschaft abmildern. Davon werden als weitere Klimaschutz-Maßnahmen unter anderem Gründächer, naturnahe Schulgärten und energiesparende LED-Leuchten bezahlt.

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.12.2020 | 13:00 Uhr

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